Zürich gleicht in Aarau in extremis aus

Zürich gleicht in Aarau in extremis aus
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Der FC Zürich verhindert in der 9. Runde der Challenge League die erste Niederlage der Saison in extremis verhindert. Ein Tor von Ivan Kecojevic in der 94. Minute zum 1:1 rettet die Zürcher in Aarau.

Kecojevic bekundete beim 1:1-Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit allerdings viel Glück, fand der Ball nach dem geblockten Schuss des Montenegriners doch via dem Rücken des Aarauer Captains Sandro Burki den Weg ins Tor. Es war der glückhafte, aber nicht unverdiente Ausgleich für den Tabellenführer, der dank dem Remis seinen Vorsprung in der Tabelle auf den ersten Verfolger Neuchâtel Xamax auf vier Punkte ausbaute.

Lange Zeit schien es, als würde die Zürcher Serie der Ungeschlagenheit reissen. Das Heimteam führte im mit 7800 Zuschauern ausverkauften Brügglifeld durch den Treffer von Geoffrey Tréand nach einer halben Stunde 1:0. Der Aarauer Angreifer hatte sich im Luftduell mit Zürichs Goalie Andris Vanins im Fünfmeterraum energisch durchgesetzt.

Das Team von Marco Schällibaum verteidigte in der Folge in einer intensiven und teilweise hektischen Partie den Vorsprung geschickt. Der FCZ hatte zwar mehr Spielanteile, kam aber nur zu wenigen klaren Ausgleichschancen. Und wenn die Zürcher sich für einmal vielversprechend in Szene setzten, war Aaraus Torhüter Lorenzo Bucchi zur Stelle. Kurz vor der Pause rettete er gegen Kecojevic, eine Viertelstunde vor Schluss parierte er den Schuss von Moussa Koné, ehe er kurz danach auch Dzengis Cavusevic stoppte.

Durch den späten Gegentreffer verpassten es die Aarauer, zum grossen Profiteur der 9. Runde zu avancieren. Der Tabellenzweite Neuchâtel Xamax hatte am Samstag überraschend auswärts gegen Le Mont 0:1 verloren. Die Neuenburger lieferten in Baulmes nach zuletzt drei Siegen in Folge eine schwache Vorstellung ab. Goalie Laurent Walthert bewahrte Xamax mit zwei ausgezeichneten Paraden nach der Pause vor einem klareren Verdikt. Das einzige Tor erzielte Luis Pimenta nach einer halben Stunde.

Verwirrung in Wil

Wil, das in diesem Kalenderjahr erst dreimal auswärts gewonnen hatte, entschied in Chiasso eine Partie mit kurioser Schlussphase für sich. Die eingewechselten Jocelyn Roux und Erhan Yilmaz benötigten nach ihrer Einwechslung nur eine respektive sieben Minuten, um Wil 2:0 in Führung zu bringen.

Kurz vor Schluss machte Schiedsrichter Sébastien Pache nach langen Diskussionen und kurzen Tumulten einen Platzverweis gegen Chiassos Nikola Milosavljevic rückgängig, weil er sich in der Rückennummer des Spielers geirrt hatte. Nach einem siebenminütigen Unterbruch fielen die weiteren Wiler Treffer dann erst in der 100. und 102. Minute.

Am Tabellenende feierte Wohlen seinen ersten Sieg unter Trainer Francesco Gabriele. Die Aargauer siegten am Sonntag dank eines Treffers von Alain Schultz in der 62. Minute in Schaffhausen 1:0 und gaben damit die Rote Laterne an Chiasso ab.

Aarau – Zürich 1:1 (1:0). – 7800 Zuschauer (ausverkauft). – SR Schnyder. – Tore: 31. Tréand 1:0. 94. Kecojevic 1:1.

Schaffhausen – Wohlen 0:1 (0:0). – 1101 Zuschauer. – SR Schärli. – Tor: 62. Schultz 0:1. – Bemerkung: 65. Pfostenschuss Rossi (Schaffhausen).

Die Resultate vom Sonntag: Aarau – Zürich 1:1 (1:0). Schaffhausen – Wohlen 0:1 (0:0).

Rangliste: 1. Zürich 9/23 (18:3). 2. Neuchâtel Xamax FCS 9/19 (14:7). 3. Aarau 9/18 (16:11). 4. Wil 9/14 (14:9). 5. Winterthur 8/11 (9:8). 6. Schaffhausen 9/10 (12:15). 7. Le Mont 9/10 (8:14). 8. Servette 8/7 (10:14). 9. Wohlen 9/7 (8:20). 10. Chiasso 9/5 (8:16).

(SDA)


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