Zuwenig Personal für junge Asylsuchende

Eine Mitarbeiterin der Kesb im Gespräch mit einem Jugendlichen vor einem Jahr, damals waren bewohnte noch 54 Jugendliche im Thurhof.
Eine Mitarbeiterin der Kesb im Gespräch mit einem Jugendlichen vor einem Jahr, damals waren bewohnte noch 54 Jugendliche im Thurhof. © Ralph Ribi , Tagblatt
Die KESB Wil-Uzwil schlägt Alarm: Weil derzeit über 140 Asylsuchende Jugendliche im Thurhof Oberbüren beherbergt werden, fehlt es an genügend Betreuern. Der Kanton ist aber nicht bereit, mehr Stellen zu bewilligen. Die Gemeinden sind nun zuständig.

“Wir sind total überlastet”, sagt Martin Widmer, Präsident der Kindes und Erwachsenen Schutzbehörde Wil-Uzwil (KESB) gegenüber TVO. Zurzeit leben im Zentrum Thurhof über 140 unbegleitete jugendliche Asylsuchende, normalerweise sind es an die 50.Allerdings sollte jeder unbegleitete Jugendliche einen eigenen Beistand haben. Dies ist zurzeit aber nicht möglich. Der KESB fehlt es an Personal. “Wir können den Jugendlichen den dringend notwendigen Schutz nicht bieten.”

Der Kanton hat für diese Nöte kein Gehör. Trotz Unterbesetzung sei die KESB verpflichtet “das Kinderschutzrecht anzuwenden”, teilt er der KESB in einer Weisung mit.  Das Schreiben sorgt bei Widmer für Kopfschütteln. “Der Kanton lässt uns im Regen stehen.”

Der zuständige Regierungsrat Martin Klöti hätte gerne die zwei notwendigen zusätzlichen Stellen geschaffen. Der Kantonsrat wies das Begehren jedoch ab. Die Kosten werden an die Gemeinden weitergeschoben. “Die Gemeinden sind verpfllichtet die notwendigen Stellen zu schaffen”, sagt Klöti.

Beat Tinner Präsident der St.Galler winkt ab. “Ein Gutachten wird zurzeit durchgeführt, dieses soll klären, wer tatsächlich zuständig ist.”


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen