Alpstein-Halbmond: “Das ist ein Teil der Schweiz”

Die Kunstaktion lässt kaum jemanden kalt.
Die Kunstaktion lässt kaum jemanden kalt. © Facebook/Christian Meier
Auf der Freiheit ist neu ein Halbmond auf dem Gipfel installiert. Der Künstler sagt gegenüber FM1Today, er habe diesen als Reaktion gegen “diese absurden Gipfelkreuze” aufgestellt. Die Meinungen unserer Leserinnen und Leser zum Kunstwerk sind geteilt.

“Typisch Künstler. Die glauben, sie dürfen sich alles erlauben”, schreibt ein FM1Today-Leser zum Alpstein-Mond. Seiner Meinung sind auch fast zwei Drittel unserer Umfrage-Teilnehmer. Über 60 Prozent finden, dass “das Ding dort nichts verloren” habe (Stand: Mittwochmittag).

Auffällig ist allerdings, dass sich diese Ablehung gegen das Kunstwerk lediglich in der Umfrage widerspiegelt. In den Kommentaren überwiegen die positiven Wortmeldungen. Jemand schreibt: “Neben Steinmannli und Kreuzen der Halbmond: Das ist auch ein Teil der Schweiz.” Ebenfalls top sei, dass “die Freiheit mal wieder bekannt” werde. Freiheit und Halbmond? Passt nicht, meinen einige Leserinnen und Leser. Mit Blick auf die aktuelle Freiheitslage in der Türkei schreibt jemand: “Jetzt fehlt nur noch der Stern und der rote Hintergrund.” Und: “Freiheits-Halbmond – ein Widerspurch in sich.”

Weniger auf die Ästhetik und mehr auf die Umwelt nimmt dieser Kommentar Bezug: “Sinnlose Aktion. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die Skulptur mit einem Helikopter zum Gipfel geflogen werden musste.”

Vielleicht hätte der Künstler auch einfach ein anderes Sujet wählen sollen: “Hätte er einen Appenzeller Käse hin gestellt, wäre der Platz heilig gesprochen worden”, ist sich eine Leserin sicher.

Egal welche Meinung man vertritt, zumindest hat der Künstler eine Diskussion losgetreten und zum Nachdenken angeregt. Und das ist bekanntlich ein wichtiges Element gelungener Kunst.

(red.)


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