Braunviehkönigin: «Ich musste weinen»

Patrizia Hobi ist die neue Braunviehkönigin.
Patrizia Hobi ist die neue Braunviehkönigin. © zVg
Weihnachten ist zwar erst in vier Wochen, doch Patrizia Hobi hat am Wochenende bereits das grösste Geschenk erhalten: Sie wurde zur Schweizer Braunviehkönigin gewählt. Ein emotionaler Moment für die Flumser Landwirtin.

«Ich kann es immer noch nicht wahrhaben», sagt Patrizia Hobi am Montagmorgen. Am Samstag wurde sie im aargauischen Brunegg als Nachfolgerin von Andrea Furrer zur neuen Braunviehkönigin gekürt. «Das hätte ich nie gedacht. Da wir drei St.Gallerinnen waren, habe ich mir eher geringe Chancen ausgerechnet.» Neben Patrizia Hobi aus Flums-Hochwiese kämpften auch Andrina Peter aus Lienz sowie Vanessa Hobi aus Mels um den Titel. «Alle hätten den Sieg verdient», sagt Patrizia. «Gewinnen kann nur eine.»

«Nichts mehr ist wie zuvor»

Am Samstag hätten ihre Familie und Freunde in Brunegg für ordentlich Stimmung gesorgt, erzählt die 20-Jährige. «Als bei der Wahl mein Name fiel und mein Fanclub zur mir kam, um zu feiern, sind mir ein paar Tränchen runtergelaufen», sagt die Landwirtin.

Wie Patrizia erzählt, hat sich seit der Wahl schon vieles verändert. «Obwohl heute der Alltag wieder beginnt, ist nichts mehr wie zuvor. Um mich ist ein Medienrummel entstanden.» Es sei schön, das zu erleben. «Und wenn es mal nicht so einfach ist und ich nicht mehr weiter weiss, habe ich meine Kolleginnen an meiner Seite.» Jemanden zu haben, auf den man zugehen kann, sei als Braunviehkönigin wichtig.

Skikarriere hilft bei Wahl

Bevor Patrizia auf dem Bauernhof Karriere machte, wollte sie Profi-Skifahrerin werden. Doch das Sportgymnasium war nicht ihr Ding – und auch der Fuss spielte nicht mit. Also absolvierte sie eine Lehre zur Landwirtin, welche sie im Sommer 2016 abschloss. Gemeinsam mit ihren Eltern betreibt sie einen Braunviehbetrieb mit Restaurant.

«Dass ich Landwirtin bin, hat mir bei der Wahl sicherlich geholfen», sagt die 20-Jährige. Weitergebracht habe sie aber auch ihre Vergangenheit im Spitzensport. Worauf sich Patrizia Hobi in ihrer zweijährigen Amtszeit am meisten freut? «Neue Leute kennenlernen. Ich will auf den Messen alle vom Braunvieh und der Schweizer Landwirtschaft überzeugen und Jungzüchter fördern.»

Hier wird Patrizia Hobi zur Braunviehkönigin gewählt:

(lag)


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