Knackeboul findet in der Schweiz überall das Bünzlitum

Der Berner Rapper David Kohler, alias Knackeboul, bleibt sich treu, auch wenn ihn das Publikum bis jetzt immer mal wieder im Stich lässt (Archiv)
Der Berner Rapper David Kohler, alias Knackeboul, bleibt sich treu, auch wenn ihn das Publikum bis jetzt immer mal wieder im Stich lässt (Archiv) © /KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
In Bern heisst er Dävu, in Zürich Knack: der Berner Rapper Knackeboul. Wenn ihn aber jemand Knäckebrot nennt, findet er das nicht so lustig. Mit der Schweiz hat David Kohler, wie Knackeboul bürgerlich heisst, auch sonst immer mal wieder seine liebe Mühe.

Hier sei “das Bünzlitum überall”, sagt er auf 20min.ch. “Auch in der Hip-Hop-Szene.” Er wünsche sich “mehr Rap-affines Publikum”. 80 Prozent der Schweizer Rapper schätzten ihn, betont Knackeboul. Aber: “Das Publikum hat das noch nicht ganz begriffen.”

Aufräumen möchte er deshalb mit einigen Klischees, die über ihn kursieren: “Ich bin kein Gutmensch, ich bin auch nicht bescheiden, ich bin nicht verklemmt und kein Hippie. Ich bin ein Genussmensch, der gern mal blöde Sachen sagt.” Und: “Ich habe einen derben Humor und rege mich über ganz viele Sachen auf.”

Ganz besonders pocht der 33-Jährige auf seine Eigenständigkeit. Auf sein neues Album angesprochen, sagt er: “Natürlich hätte ich kommerzielle Tracks machen können, die alle verstehen. Doch irgendwie ist mir meine Musik heilig – darum wird meine Kunst wohl nie anders klingen.”

(SDA)


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