Rätsel um DGS-Kameras gelöst

In der Firma DGS wurde Sabotage vermutet und darum versteckte Kameras installiert.
In der Firma DGS wurde Sabotage vermutet und darum versteckte Kameras installiert. © google
In einem St.Galler Industrieunternehmen fanden Mitarbeiter versteckte Kameras. Nun stellt sich heraus, dass die Firma diese selbst angebracht hat – um gegen Sabotageakte vorzugehen. 

In einem internen Schreiben der Firma DGS in St.Gallen-Winkeln steht, dass die vermeintlichen geheimen Kameras bewusst angebracht wurden. “Wir sind dem Vorwurf der Mitarbeiterüberwachung nachgegangen und haben die insgesamt drei Kameras, die durch die Produktionsleitung installiert wurden, wieder abmontiert”, schreibt der Verwaltungsratspräsident Walter Locher an die Mitarbeiter.

Als Grund für die Installation der Überwachungskameras wird der Verdacht auf Sabotage vermutet: “In den letzten Wochen wurden in einzelnen Behältnissen, die für die Auslieferung an internationale Kunden bestimmt waren, fehlerhafte Teile festgestellt, die mit grosser Wahrscheinlichkeit bewusst dort abgelagert wurden”, heisst es in der Mitteilung. Das Unternehmen beliefert Druckguss-Lösungen und verfolgt eine Null-Fehler-Strategie.

Die aufgezeichneten Bilder der Kameras wurden noch nicht ausgewertet und der Verdacht auf Sabotage könnte nicht bestätigt werden. Das Unternehmen entschuldigt sich bei seinen Mitarbeitern, da die zusätzlichen Kameras ohne Absprache mit der Arbeitnehmervertretung geschehen sei.

(rar)

 


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