Soviel leisten die vierbeinigen Polizisten

Die Polizeihunde leisteten im vergangenen Jahr gute Arbeit.
Die Polizeihunde leisteten im vergangenen Jahr gute Arbeit. © Kapo SG
Die Polizeihunde der Kantonspolizei St.Gallen hatten vergangenes Jahr viel zu tun. An 500 Einsätzen waren die Hunde beteiligt. Unter anderem spürten sie vermisste Personen auf und fanden versteckte Drogen.

29 Hunde sind für die St.Galler Polizei im Einsatz und leisten jedes Jahr gute Arbeit. Das schreibt die Kantonspolizei St.Gallen in einer Mitteilung. Die Hunde mit unterschiedlichen Rassen werden für verschiedene Zwecke eingesetzt. Es gibt Hunde, die für den Schutz von Personen sorgen, Spürhunde für Drogen oder Sprengstoff oder aber Hunde, die mit ihrer Nase vermisste Personen oder geflüchtete Verbrecher aufspüren.

500 Einsätze leisteten sie im vergangene Jahr – zum grössten Teil als Schutz – oder Personenspürhunde.

In den vergangenen Jahren ist das Polizeihundewesen im Kanton St.Gallen stetig gewachsen. «Wir fördern den Einsatz von Polizeihunden stark. Die Hunde sind für uns ein unersetzliches Hilfsmittel, sie kommen an Orte ran, wo der Polizist nicht rankommt, sie können uns vor gefährlichen Personen schützen und selbstverständlich ist da noch ihre sehr gute Spürnase», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Autodiebe gefunden und Frau gerettet

Eine der Hündinnen ist Yodi. Die Rottweilerin konnte im letzten Jahr einige Erfolge verbuchen. Unter anderem spürte sie bei verschiedenen Einsätzen mehrere Personen auf, die vor Polizeikontrollen flüchteten. So zum Beispiel ein Ehepaar, das sich mit einem anderen Autofahrer zoffte. Das Paar klaute das Auto des Mannes und flüchtete, bis es verunfallte. Danach versteckten sich die beiden im Gebüsch. Yodis Bellen schüchterte die beiden derart ein, dass sie sich von der Polizei festnehmen liessen.

In einem anderen Fall konnte Yodi praktisch in letzter Minute eine Frau retten, die in den Wald ging, um Suizid zu begehen. Yodi fand mit ihrer sensiblen Nase den Weg zur Frau innert kürzester Zeit, heisst es in der Mitteilung der Kantonspolizei.

Nicht immer rechtzeitig gefunden

Nicht nur Yodi, sondern auch andere Diensthunde können Erfolge vorweisen. So zum Beispiel die 12-jährige Malinoishündin Akira vom Staadermoor: Sie fand ein ebenfalls 12-jähriges völlig durchnässtes Mädchen, das vermisst wurde, gerade noch rechtzeitig. Manchmal ist es aber trotz Bemühungen zu spät und vermisste Personen sind bereits verstorben. So stiess Lupo von der Bromen auf die Leiche einer abgestürzten Person in unwegsamen Gelände.

22 Einsätze für Sprengstoffspürhunde

Auch die Drogenspürhunde waren nicht untätig: Sie leisteten mit ihren Besitzern 92 Einsätze und fanden insgesamt 25 Mal Drogen. Das Sprengstoffspürhundewesen befindet sich zwar momentan noch im Aufbau, die zwei Teams kamen im vergangenen Jahr aber trotzdem bereits 22 Mal zum Einsatz. Glücklicherweise wurde nie Sprengstoff gefunden.

Bei der Kantonspolizei ist der Stolz auf die vierbeinigen Freunde und Helfer gross. Polizeisprecher Krüsi: «Wir konnten im vergangenen Jahr einige schöne Erfolge verbuchen, und wollen so weitermachen.»

(mas/abl)


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