«Alte Dame» kommt ins Museum

Mit 50 PS, 30 Stundenkilometer und 109 Jahren auf dem Buckel kurvt sie umher: Die rote «Helene», das älteste Feuerwehrauto von St.Gallen. Endlich darf sie die Garage verlassen und sich im neuen St.Galler Feuerwehr-Museum «Depot 61» zur Schau stellen.

«Der Abschied fällt mir schwer, vor allem da ich auch in Winkeln wohne», sagt Thomas Meyer, Präsident des Nostalgievereins der Feuerwerhr St.Gallen. Der Umzug von St.Gallen Winkeln ins Quartier St.Otmar ist zum Glück nur einige Kilometer weit. Diese bewältigt Helene locker auf ihren eigenen Rädern. Mit dem Umzug geht für den Nostalgieverein ein Traum in Erfüllung. «Seit 18 Jahren möchten wir ein Feuerwehr-Museum eröffnen, wo wir unsere Schätze endlich zeigen können», sagt Thomas Meyer.

«Mein Vater löschte Feuer mit ihr»

Die feuerrote Dame ist seit 1970 nicht mehr im Einsatz. In Winkeln bleibt sie den Bewohnern in guter Erinnerung. «Mein Vater löschte damals Feuer mit ihr», sagt Elisabeth Alder aus Winkeln, «darum empfinde ich etwas Wehmut, dass sie geht.» Marco Rutz, Co-Präsident vom Quartierverein Winkeln schaut nach vorne. «Auch wenn es traurig ist, es ist vor allem schön, dass auch die Öffentlichkeit sie endlich sehen kann.»

Über 100 Jahre alte Schätze

Die alte Dame lässt sich ab dem 1. September im neuen Feuerwehr-Museum «Depot 61» bestaunen. Mit ihr im Raum sind noch viele weitere Schätze aus über 100 Jahren Geschichte der Feuerwehr. Geschäftsführer des Museums Sigmund Schmuckli hat besonders Freude an ihrer Fahrtauglichkeit. «Man kann sie nicht nur anschauen und anfassen, man hat vor allem Freude daran, dass man mit ihr noch auf der Strasse fahren kann.»

(red.)


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