Barnetta: «Es tut weh»

Tranquillo Barnetta beendet seine Karriere nur mit einem Unentschieden.
Tranquillo Barnetta beendet seine Karriere nur mit einem Unentschieden. © Keystone/Gian Ehrenzeller
Grosse Enttäuschung beim FC St.Gallen: Nach einem märchenhaften 4:1 gegen Meister YB spielen die Espen 1:1 Unentschieden gegen Zürich und verpassen die Europa League. Das sagen die Spieler.

Nur ein Goal mehr wäre nötig gewesen – und der FC St.Gallen hätte sich direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert. Doch es wollte nicht sein. Die Espen schliessen die Saison auf dem sechsten Tabellenrang ab und verpassen so gar die Europa-League-Qualiphase. «Es wäre viel für uns drin gelegen. Mit etwas mehr Glück und Können hätten wir den Sieg heimholen können», sagt Captain Silvan Hefti (21).

Stojanović: «Sehr bitter»

«Es ist sehr bitter, wenn es am Ende nur am Torverhältnis liegt», bilanziert Goalie Dejan Stojanović (25). Kollege Tranquillo Barnetta (34) – er beendete in Zürich seine Profikarriere – ergänzt: «Dass alles so eng zusammenliegt, passt zur Saison. Aber es tut weh, wegen nur eines Tors sein Ziel nicht zu erreichen.»

Die Schlusstabelle: St.Gallen liegt auf Tabellenplatz 6, knapp vorbei an der Europa-League-Qualifikation.

Barnetta: «Punkte während Saison liegengelassen»

Stojanović ist der Meinung, dass sein Team heute «sehr viele Chancen vergeben» habe. «Das tut mir leid für die Fans. Den dritten Platz zu erreichen, wäre ein Traum gewesen.» Auch Barnetta ist die Enttäuschung anzuhören, ein 2:1 wäre laut dem St.Galler machbar gewesen. «Ich kann nicht genau sagen, woran es heute gefehlt hat. Punkte haben wir aber bereits während der Saison liegen gelassen.» Das Spiel gegen Zürich widerspiegle die letzten Wochen, «es war ein Auf und Ab», sagt Barnetta.

Die FCSG-Fans haben ihren Club wörtlich angefeuert:

Noch vor wenigen Tagen konnte sich Barnetta im heimischen Kybunpark als Torschützen feiern lassen, sein Team bodigte Meister YB mit 4:1. «Schade, konnten wir nicht an diese Leistung anknüpfen.»

Itten: «Es war wunderschön»

Einer, der dem Spiel in Zürich zumindest persönlich etwas Positives abgewinnen kann, ist Cedric Itten (22). Nach seiner Knieverletzung stand der Basler erstmals wieder auf dem Platz – wenn auch nur kurz. «Das war für mich wunderschön.» Vor er eingewechselt wurde, habe er immer mal wieder «nach oben» (zu den anderen Spielresultaten) geschaut. «Noch schöner wäre es natürlich gewesen, hätten wir ein weiteres Mal getroffen.»

Es sei ihm wichtig gewesen, Ende Saison wieder einsatzbereit zu sein. «Ich hoffe nun, dass meine Verletzung definitiv vorüber ist und ich gesund und mit Vollgas weitermachen kann.» Für den FCSG kommt Ittens Wiedereinstieg gelegen: Der Verein hat verschiedene Abgänge zu verkraften, darunter Tranquillo Barnetta (Karriereende), Urgestein Daniel Lopar (Wechsel nach Australien), Majeed Ashimeru (Leih-Ende), Axel Bakayoko (Leih-Ende) und Vincent Sierro (Leih-Ende).

(lag)


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