Tour de Suisse am Flumserberg

Ab sofort übernehmen die Bergfahrer an der Tour de Suisse: Im Bild Mathias Frank (links) und der zum Favorit aufgestiegene Egan Bernal (im roten Ineos-Trikot)
Ab sofort übernehmen die Bergfahrer an der Tour de Suisse: Im Bild Mathias Frank (links) und der zum Favorit aufgestiegene Egan Bernal (im roten Ineos-Trikot) © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Mit der 6. Etappe nach Flumserberg beginnt am Donnerstag an der Tour de Suisse der Kampf um den Gesamtsieg. Nach dem Ausfall des favorisierten Briten Geraint Thomas ist die Ausgangslage offen.

Für die Anwärter auf einen Spitzenplatz im Schlussklassement waren die ersten fünf Etappen ein mehr oder weniger gemütliches Einrollen. Gewinnen konnte man die Schweizer Rundfahrt bisher noch nicht, verlieren indes schon. Davon weiss nicht zuletzt Geraint Thomas zu berichten. Nach seinem Sturz am Dienstag in Arlesheim musste der Tour-de-France-Sieger des Vorjahres aufgeben.

Immerhin hatte Thomas Glück im Unglück: Sein Start in zwei Wochen an der Frankreich-Rundfahrt scheint nicht gefährdet. «Ich bin mit dem Kopf aufgeschlagen, bin aber in Ordnung», verkündete Thomas einen Tag nach dem Zwischenfall.

Gute Ausgangslage für Egan Bernal

In der besten Ausgangslage im Kampf um den Gesamtsieg in der Schweiz befindet sich nach Thomas’ Out dessen Teamkollege Egan Bernal. Der Kolumbianer, der im Vorfeld mindestens so stark wie der Brite eingeschätzt worden war, liegt in der Gesamtwertung als Bester der Favoriten 45 Sekunden hinter Leader Peter Sagan.

Bernal wird der Fahrer sein, den es in den kommenden Tagen mit den Bergankünften in Flumserberg und auf dem Gotthard sowie dem Schlusswochenende in Ulrichen im Wallis zu schlagen gilt.

Nur 15, respektive 16 Sekunden hinter Bernal folgen der zweifache Gesamtsieger Simon Spilak und Mathias Frank, der Schweizer mit den besten Aussichten auf eine Topklassierung. Frank freut sich auf die nächsten Tage: «Langsam geht es ans Eingemachte. Es wird nun ein ganz anderes Rennen als in den ersten Etappen.»

Der Kampf um den Gesamtsieg

Auch der Italiener Fabio Aru, der Spanier Enric Mas (Vierter des Vorjahrs) oder der Österreicher Patrick Konrad hielten sich bisher schadlos.

Gelaufen ist die Tour de Suisse dagegen nicht nur für Geraint Thomas, sondern auch für Rui Costa. Der Portugiese, der die Schweizer Rundfahrt von 2012 bis 2014 dreimal in Serie für sich entschieden hatte, verlor in den ersten fünf Tagen bereits 11:28 Minuten auf Sagan. Er wird im Kampf um den Gesamtsieg nicht mehr eingreifen können.

(SDA)


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