27 Menschen aus Call-Center entführt

Beamte der mexikanischen Bundespolizei. (Archivbild)
Beamte der mexikanischen Bundespolizei. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/MARCO UGARTE
Im mexikanischen Ferienort Cancún sind 27 Mitarbeiter eines Call-Centers entführt und einen Tag später von der Polizei befreit worden. Hintergrund war offenbar ein Streit zwischen den zwei Betreibern des Call-Centers, in dem Ferienreisen verkauft wurden.

Einer der beiden Partner des Call-Centers war unter den Entführten, wie die Staatsanwaltschaft des südostmexikanischen Bundesstaates Quintana Roo mitteilte.

Die Mitarbeiter waren am Dienstag von etwa acht Bewaffneten aus dem Call-Center in ein Wohnhaus gebracht worden. Am Mittwoch gelang es der Polizei demnach, ihren Aufenthaltsort zu ermitteln, sie zu befreien und fünf Verdächtige festzunehmen. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Fünf Sturmgewehre und zwei weitere Schusswaffen wurden sichergestellt.

Die zwei Betreiber hatten sich 15 Tage zuvor zerstritten, wie der Generalstaatsanwalt von Quintana Roo, Óscar Mondes de Oca, am Mittwoch unter Berufung auf Zeugenaussagen erklärte. Beim Streit sei es um ausstehende Zahlungen und Misshandlung der Mitarbeiter gegangen. Einer der beiden Partner habe sich vermutlich am anderen rächen wollen. Der zweite Betreiber werde gesucht.

(SDA)


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