Bodenseeleiche identifiziert

Bei der Wasserleiche, die beim Kornhaus in Roschach gefunden wurde, handelt es sich um einen 24-jährigen Eritreer.
Bei der Wasserleiche, die beim Kornhaus in Roschach gefunden wurde, handelt es sich um einen 24-jährigen Eritreer. © Tagblatt
Die männliche Leiche, die am 1. Mai in Rorschach im Bodensee gefunden wurde, konnte identifiziert werden. Es handelt sich um einen 24-jährigen Eritreer, der als Asylbewerber in die Schweiz eingereist war.

Abklärungen der Kantonspolizei St.Gallen ergaben, dass der Eritreer seit Anfang April vermisst wurde und aus der Region Wil kam. Am 5. April wurde er von Angehörigen als vermisst gemeldet. Abklärungen und eine nationale Ausschreibung im Schweizerischen Fahndungsregister führten zu keinem Ergebnis. «Die Ausschreibung erfolgte, da die Möglichkeit bestand, dass der Mann untergetaucht war», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Nach dem Fund im Bodensee wurden die ersten gesicherten Spuren mit Vermisstmeldungen verglichen – ohne Erfolg. «Da der Mann möglicherweise mehrere Monate im Wasser trieb, war die Identifizerung nicht einfach», sagt Krüsi gegenüber FM1Today. Erst eine aufwändige Untersuchung des Leichnams brachte Erkenntnis. Mittels Zahnstatus konnte der 24-Jährige identifiziert werden.

Weitere Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin ergaben, dass der Mann weder innere noch äussere Verletzungen hatte. Ein Tötungsdelikt könne ausgeschlossen werden.

(Kapo SG/red.)


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