Brunnen wird nach Streit zurückgebracht

Im Brunnenstreit von Romanshorn gibt es endlich eine Lösung.
Im Brunnenstreit von Romanshorn gibt es endlich eine Lösung. © Tagblatt
Die Stadt Romanshorn hat vor zwei Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen 150-jährigen Brunnen abgebrochen – was die Anwohner des Löffelparks gar nicht freute. Jetzt wird er wieder zurückgebracht.

Über ein Jahr lang ärgerten sich die Anwohnerinnen und Anwohner des Löffelparks über das Vorgehen der Stadt – kurz vor Weihnachten 2017 hat diese nämlich den historischen Brunnen aus dem Jahr 1871 klammheimlich abtransportiert. Die Brunnenaktivisten des Jakob-Schoop-Wegs sprachen von einer Nacht-und-Nebel-Aktion, denn die Stadt habe die Bevölkerung nicht informiert.

«Sparen tut weh»

Der Grund für diese Aktion: Durch die Räumung des Löffelparks kann die Stadt 3000 bis 4000 Franken jährlich einsparen. «Es war nie die Absicht, jemanden zu verärgern», sagt Stadtrat Patrik Fink gegenüber der «Thurgauer Zeitung» und fügt an: «Die Romanshorner wollen sparen. Und sparen tut weh, wenn es konkret wird.» Doch die Anwohner konnten sich nicht damit abfinden, reichten eine Petition ein, und forderten den Brunnen zurück.

Quartierverein übernimmt Unterhalt

Nun gibt es offenbar eine Lösung. Die Stadt stellt den Brunnen wieder an denselben Ort zurück, allerdings wird sie nicht mehr für den Unterhalt aufkommen. Diese Kosten sowie den Brunnenputz übernimmt neu der Quartierverein Löffelpark und Umgebung. Sobald sich der Verein Löffelpark und die Stadt über die Gestaltung des Parks einig sind, wird der Brunnen wieder aufgestellt.

Sollte an einem anderen Ort in Romanshorn ein höheres öffentliche Interesse am Brunnen bestehen, behält es sich die Stadt vor, den Brunnen später allenfalls durch einen anderen auszutauschen.

(red.)


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