Reiter beim CSIO schwer gestürzt

Ein Reiter stürzte am diesjährigen CSIO vom Pferd.
Ein Reiter stürzte am diesjährigen CSIO vom Pferd. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Die favorisierte Schweizer Equipe verpasst beim Nationenpreis des CSIO St. Gallen mit dem 3. Rang den angepeilten Triumph. Der Sturz eines brasilianischen Reiters überschattete allerdings das Turnier, der Mann wurde von seinem Pferd getroffen.

Der Brasilianer Stephan de Freitas Barcha stürzte bei einem Hindernis vom Pferd, dieses galoppierte weiter und trat dabei auch auf seinen Reiter. Der Verunfallte war nach dem Sturz laut einer FM1Today-Leserreporterin bei Bewusstsein. Trotzdem konnte der Mann nicht selbstständig vom Platz, er wurde mit einem Rettungswagen abtransportiert. Welche Verletzungen der Reiter davonträgt, kann nicht gesagt werden, gemäss dem Tagblatt sind die Verletzungen mittelschwer.

Schweiz auf Rang 3

Nach einer längeren Unterbrechung wurde der Wettkampf fortgesetzt. Um den Sieger des Nationenturniers zu ermitteln, war ein selten zu sehendes Dreier-Stechen notwendig geworden. Der Titelverteidiger Frankreich, Italien und die Schweiz hatten die zwei Umgänge mit je 4 Strafpunkten beendet. Der Weltranglisten-Erste Steve Guerdat mit Bianca unterlag in der Kurzentscheidung nach einem Abwurf gegen den Franzosen Guillaume Foutrier auf Valdocco und die Italienerin Giulia Martinengo Marquet im Sattel von Elzas.

4 Tage Sonnenschein

Wie schon letztes Jahr zeigte sich das Wetter dieses Jahr von seiner besten Seite, an allen CSIO-Tagen schien die Sonne. Entsprechend ähnlich waren Zuschauerzahlen. «Rund 30’000 Leute haben den CSIO besucht», sagt Roman Gasser, Medienchef des Longine CSIO. Der Veranstalter ist mit den Besucherzahlen sehr zufrieden.

«Neuerungen sind gut angekommen»

Zwei grosse Neuerungen gab es auf den diesjährigen CSIO. Einerseits wurden mehr Wettkämpfe ausgetragen, andererseits gab es ein neues Unterhaltungskonzept. «Es sind viele Strassenkünstler hier, unter anderem wurde ein Zirkus engagiert», sagt Gasser. Die Neuerungen sind beim Publikum sehr gut angekommen. «Wir haben sehr gutes Feedback bekommen und sind dankbar für die diesjährige Austragung», sagt Gasser. Was im kommenden Jahr anders sein wird, lässt Gasser noch offen. «Darüber werden wir uns in den kommenden Monaten Gedanken machen.»

Schweizer warten auf einen Sieg

Das Nationenturnier am Sonntag hat den CSIO abgerundet, allerdings hätten sich die vielen Besucher einen anderen Ausgang gewünscht: Die Schweiz sollte zuoberst auf dem Podest stehen. Die ansonsten erfolgsverwöhnte Schweiz wartet seit dem Jahr 2000 – damals in Luzern – auf einen weiteren Sieg beim Heim-CSIO.

Die Chance, endlich wieder einen Triumph auf heimischem Boden zu holen, liess die Equipe von Andy Kistler ein weiteres Mal ungenutzt verstreichen. Der Startreiter Martin Fuchs mit Chaplin und anschliessend Niklaus Rutschi im Sattel von Cardano leisteten sich in Umgang eins einen Abwurf. Dies wäre beinahe schon matchentscheidend gewesen, obwohl danach Paul Estermann mit Lord Pepsi und Guerdat mit Bianca fehlerlos blieben und im zweiten Umgang nur noch Blankoritte folgten. Frankreich mit Kevin Staut auf Calevo und Italien mit Luca Marziana auf Tokyo hätten beide mit ihren Schlussreitern den Sieg vorzeitig sicherstellen können. Da sie aber nicht fehlerfrei durchkamen, brachten sie die Schweiz nochmals zurück in den Wettkampf.

Guerdat musste als erster Reiter ins Stechen und legte eine Zeit vor, die seine Konkurrenten nicht erreichten. Aber hohes Tempo bedeutet auch mehr Risiko. Aus diesem Grund fiel wohl die Stange beim Einsprung in die Kombination. Foutrier und Martinengo Marquet ritten langsamer, aber eben fehlerfrei.

(enf/SDA)


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