Die Schweiz schlägt Deutschland im Penaltyschiessen

Die Schweizer Samuel Kreis und Yannick Herren freuen sich über den Sieg gegen Deutschland
Die Schweizer Samuel Kreis und Yannick Herren freuen sich über den Sieg gegen Deutschland © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Die Schweiz gewinnt am Deutschland Cup auch das zweite Spiel. Zwei Tage nach dem 3:2 gegen die Slowakei bezwingt das Team von Trainer Patrick Fischer den Gastgeber 4:3 nach Penaltyschiessen.

Es war ein unnötiger Punktverlust für die Schweizer, hatten sie doch in den letzten neun Minuten der regulären Spielzeit ein 3:1 aus der Hand gegeben. Den Ausgleich zum 3:3 durch Marcel Noebels kassierten sie 41 Sekunden vor dem Ende. Die Deutschen spielten zu diesem Zeitpunkt ohne Goalie. Im Penaltyschiessen trafen für die Schweizer Lino Martschini und Yannick Herren, während sich Torhüter Lukas Flüeler nicht bezwingen liess. Überhaupt wusste Flüeler zu überzeugen.

Noah Rod hatte die Eisgenossen mit zwei Toren in Serie 3:1 in Führung (29.) gebracht. Der Stürmer von Genève-Servette, einer von fünf Silberhelden im Team, hatte bereits am Donnerstag getroffen. Vor dem Turnier war er in 21 Länderspielen ohne Torerfolg geblieben. Den ersten Treffer schoss Rod nach herrlicher Vorarbeit von Christoph Bertschy, der wie bereits gegen die Slowaken (drei Assists) überzeugte. Beim 3:1 war auch etwas Glück dabei, kam doch der Puck via eines deutschen Spielers zu Rod.

Wie bereits gegen die Slowakei waren die Schweizer auch gegen Deutschland in der 2. Minute in Rückstand geraten – der Bieler Jason Fuchs sass auf der Strafbank. Die Reaktion liess diesmal nicht lange auf sich warten: 53 Sekunden später glich Yannick Herren mit seinem zweiten Tor im elften Länderspiel aus.

Der erste Schweizer Sieg gegen Deutschland nach drei Niederlagen war verdient. Der WM-Zweite tat mehr fürs Spiel, vergab jedoch zahlreiche Topchancen. Zum Abschluss des Turniers treffen die Schweizer am Sonntagmorgen auf Russland.

Deutschland – Schweiz 3:4 (1:2, 0:1, 2:0, 0:0) n.P.

KönigPalast, Krefeld. – 6113 Zuschauer. – SR Bauer/Hoppe (GER), Cepik/Klima (GER). – Tore: 2. (1:27) Pföderl (Pietta, Hungerecker/Ausschluss Fuchs) 1:0. 3. (2:20) Herren (Martschini, Glauser) 1:1. 10. Rod (Bertschy, Glauser) 1:2. 29. Rod (Fora) 1:3. 52. Bergmann (Mauer, Ebner) 2:3. 60. (59:19) Noebels (Sezemsky, Ebner) 3:3 (ohne Goalie). – Penaltyschiessen: Pfohl -, Richard -; Pietta -, Martschini 0:1; Bergmann -, Herren 0:2; Mauer -. – Strafen: je 4mal 2 Minuten.

Deutschland: Aus den Birken/Treutle (ab 50.); Reul, Akdag; Abeltshauser, Boyle; Ebner, Zerressen; Sezemsky; Mauer, Pfohl, Bergmann; Pföderl, Pietta, Noebels; Kink, Loibl, Hungerecker; Leon Niederberger, Höfflin, Krämmer.

Schweiz: Flüeler; Fora, Frick; Glauser, Kreis; Paschoud, Marti; Heldner; Bertschy, Rod, Miranda; Riat, Fuchs, Bachofner; Martschini, Richard, Herren; Mottet, Walser, Simion.

Bemerkungen: Schweiz ohne Descloux (Ersatztorhüter), Senn, Pestoni, Karrer und Albrecht (alle überzählig). – Länderspiel-Debüt von Bachofner. – 23. Pfostenschuss Hungerecker. – Deutschland von 58:55 bis 59:19 ohne Goalie. – Schüsse: Deutschland 32 (11-9-10-2); Schweiz 48 (13-17-14-4). – Powerplay-Ausbeute: Deutschland 1/4; Schweiz 0/4.

(SDA)


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