Disziplinarkommission beurteilt HSG-Spesenfall

Studenten an der Universität St.Gallen unterhalten sich während einer Pause. (Symbolbild)
Studenten an der Universität St.Gallen unterhalten sich während einer Pause. (Symbolbild) © Keystone/Christian Beutler
Nachdem der Universitätsrat der HSG den Schlussbericht zur möglichen Spesen-Schummelei erhalten hat, wird sich nun eine Disziplinarkommission des Kantons mit dem Fall befassen.

In einem Institut der Universität St.Gallen (HSG) soll eine Personen bei den Spesen geschummelt haben, zwei weitere Personen haben möglicherweise ihre Kontrollpflichten nicht ernst genommen. Dies wurde im Juni bekannt. Regierungsrat und Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP) hat danach einen unabhängigen Rechtsanwalt mit einer Administrativuntersuchung beauftragt. Es gehe durchaus um bedeutende Beträge, sagte Kölliker damals gegenüber FM1Today.

Der Schlussbericht liegt nun vor und wird an eine Disziplinarkommission des Kantons weitergeleitet, die jetzt auf dieser Basis die Disziplinarfälle weiter bearbeiten muss, teilt die HSG am Donnerstag mit.

Kölliker ist nicht überrascht

Zum Inhalt des Berichts kann Bildungsdirektor Stefan Kölliker nichts sagen, weder um welches Institut es sich handelt, noch über die Höhe der Beträge will er Auskunft geben. Wirklich überrascht hat ihn der Bericht nicht. «Ich habe mich schon zuvor sehr genau mit dem Fall befasst.»

Er geht davon aus, dass die Disziplinarkommission einige Monate Zeit braucht, um den Fall zu bearbeiten. «Die Kommission hat immerhin den Vorteil, dass sie sich auf die Unterlagen des Berichtes abstützen kann und muss nicht alles selbst abklären.»

«Gehen von Einzelfall aus»

Nach den diversen Skandalen an der HSG, die in letzter Zeit bekannt geworden sind, hat Kölliker veranlasst, genau hinzuschauen. «Aufgrund dieser Abklärungen können wir davon ausgehen, dass es sich beim Institut, das unsachgemäss mit den Spesen umgegangen ist, um einen Einzelfall handelt.»

(red.)


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