Ein Strandfestival mit Aussicht

Die Strandfestwochen sind Dario Aemiseggers neuestes Projekt.
Die Strandfestwochen sind Dario Aemiseggers neuestes Projekt. © FM1Today/Dario Brazerol
An der südlichsten Bucht des Bodensees werden dieses Jahr zum ersten Mal die Strandfestwochen stattfinden. Mit Musik, Kulinarik und Spektakel will Dario Aemisegger die Massen anlocken.

«Paris – Rorschach – Tokio» steht auf dem Pullover von Dario Aemisegger. Nach dem Weihern-Festival soll nun also auch Rorschach ein Festival unter seiner Leitung bekommen. Vom 1. bis zum 12. August 2018 wird dies am Seeufer ausgetragen. «Es gibt in der Schweiz wahrscheinlich keinen schöneren Sonnenuntergang, als den vom Rorschacher Seeufer aus», sagt Dario Aemisegger. Eine Aussicht, die laut dem bekennenden Anti-Bünzli alle Gesellschaftsschichten anziehen soll: «Die Menschen sollen hier zusammenkommen und die positiven Vibes des Festivals mit in den Alltag nehmen.»

Stadt Rorschach involviert

Die Ursprungsidee des Festivals liegt über ein Jahr zurück. Durch die Zusammenarbeit zwischen Aemisegger und der Stadt Rorschach hat sich diese aber stark gewandelt: «Es hat sich fast alles verändert. Die Grundphilosophie ist aber dieselbe geblieben.» Eine Grundphilosophie die Aemisegger mit einem Zitat von Anthony Hopkins verständlich macht: «Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt in den See. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge.»

Kein reines Musikfestival

Es ist diese Ausstrahlung, die den Event für Stadtpräsident Thomas Müller so interessant macht: «Wir hatten nur noch Platz für eine Veranstaltung am Rorschacher Seeufer. Dem Stadtrat ist es wichtig, dass es einen vernünftigen Mix gibt. Die Strandfestwochen passen dort perfekt rein und die Stadt steht hinter dem Event». Es sei wichtig, dass die Strandfestwochen nicht als Kopie des Summerdays Festival in Arbon angesehen werden. Ein reines Musikfestival wird es nicht sein.

Musik, Kabarett und Film

Die ersten bekanntgegebenen Programpunkte lassen erahnen, in welche Richtung die Strandfestwochen gehen werden. Das Herzstück wird die Hafenbar, inklusive Bühne, bilden. Dort werden kleinere Shows aus den Sparten Musik, Kabarett und Film ihren Platz finden. Für grössere Kaliber, wie beispielsweise den Berner James Gruntz, steht der benachbarte «Carmen Würth Saal» zur Verfügung. Die dort stattfindenden Shows sind allerdings kostenpflichtig. Für die jüngeren Gäste wird es eine sich über 1200 Quadratmeter erstreckende Hüpfburgenanlage geben. Die weiteren Programmpunkte werden erst ab Mai bekannt gegeben.

«Noch keine Prügel bezogen»

Stadtpräsident Thomas Müller ist sich sicher, dass das Programm bei den Rorschachern gut ankommen wird. Der selbst ernannte Kurator des Festivals, Dario Aemisegger, der als Veranstalter des Weihern-Festivals in St.Gallen schon des öfteren mit Gegenwind zu kämpfen hatte, freut sich über die Unterstützung von Regierung und Bevölkerung: «Mit den Strandfestwochen im Gepäck läuft man doch freudiger durch die Stadt. Bis jetzt habe ich dafür noch selten Prügel bezogen», fügt er augenzwinkernd an. Geht es nach Aemisegger, werden die Strandfestwochen auch noch in zehn Jahren die Massen begeistern: «Möglicherweise wird sich das Angebot in Zukunft grundlegend verändern. Eines wird aber sicher für immer bleiben – der See mit dem schönsten Sonnenuntergang der Schweiz.»

(dab)


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