Frau gerät in Propeller und hat riesiges Glück

Die Frau stürzte ins Kielwasser und geriet mit ihrem Oberschenkel in den Bootspropeller. Sie wurde schwer verletzt. (Symbolbild)
Die Frau stürzte ins Kielwasser und geriet mit ihrem Oberschenkel in den Bootspropeller. Sie wurde schwer verletzt. (Symbolbild) © iStock/claudio.arnese
In Kressbronn am Bodensee ist es zu einem dramatischen Bootsunfall gekommen. Eine 53-jährige Frau geriet dabei in den Propeller eines Motorboots und wurde verletzt. Sie hatte unglaubliches Glück.

Geschehen ist der Unfall am Mittwochnachmittag gegen 17.30 Uhr. Ein 60-jähriger Schiffsführer wollte mit seinem Motorboot rückwärts in einen Liegeplatz des Motor Yachtclubs Bodensee im süddeutschen Kressbronn einfahren. Seine Ehefrau war zu dieser Zeit im hinteren Teil des Boots, um dieses am Steg festzumachen.

Gas gegeben – Ehefrau stürzt

Kurz bevor der Mann den Steg erreichte, fuhr er plötzlich vorwärts, damit sein Boot den Steg nicht zu hart touchiert. Durch dieses abrupte Umschalten verlor seine Ehefrau das Gleichgewicht und fiel ins Kielwasser. Dort geriet sie mit dem rechten Oberschenkel in den laufenden Bootspropeller und wurde schwer verletzt.

Sie wäre wohl verblutet

«Die Frau hatte grosses Glück im Unglück», sagt Roland Fleischer, Mediensprecher des Polizeipräsidiums in Göppingen. «Der Schnitt befand sich nur wenige Zentimeter neben der Hauptschlagader.» Hätte der Propeller die Aorta getroffen, hätte die Frau innert kürzester Zeit sehr viel Blut verloren und wäre wohl verblutet, lässt sich der Mediensprecher zitieren.

Die Frau wurde nach dem Unfall aus dem Wasser gezogen und auf den Steg gebracht. Die Ambulanz versorgte die Frau und brachte sie ins Spital. Die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen war vor Ort und ermittelt nun.

Aufpassen am Bodensee

Fleischer appelliert an die Vernunft der Besucher am Bodensee: «Ich rate allen, die ihre Ferien oder ihre Freizeit am See verbringen, sich mit Bedacht und mit Sorgfalt auf dem Wasser zu verhalten. Man sieht an diesem Beispiel, wie schnell etwas passieren kann.» Man solle alle Eventualitäten miteinbeziehen, sich aber trotz allem den Spass am und im See nicht verderben lassen.

(saz/pol-kn)


Newsletter abonnieren
5Kommentare
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel