Haftstrafe für Rottweiler-Besitzerin

Die angeklagte Besitzerin eines Rottweilers vor Beginn der Gerichtsverhandlung in Wien, nachdem ein 17 Monate alter Bub nach einem Biss des Hundes gestorben war.
Die angeklagte Besitzerin eines Rottweilers vor Beginn der Gerichtsverhandlung in Wien, nachdem ein 17 Monate alter Bub nach einem Biss des Hundes gestorben war. © KEYSTONE/APA/APA/ROLAND SCHLAGER
Eine Hundebesitzerin ist nach einem tödlichen Angriff ihres Rottweilers auf ein kleines Kind in Wien wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Ein Jahr davon setzte das Landgericht Wien zur Bewährung aus.

Ausserdem erhielten die Eltern und Grosseltern des Opfers in dem noch nicht rechtskräftigen Urteil vom Montag 65’000 Euro Trauerschmerzensgeld zugesprochen.

Der Hund hatte im September 2018 den 17 Monate alten Jungen, der in Begleitung seiner Grosseltern unterwegs war, auf offener Strasse attackiert. Das angeleinte Tier hatte sich losgerissen. Die 49-jährige Hundehalterin hatte 1,4 Promille Alkohol im Blut. Das Kind erlitt schwerste Kopf- und Schädelverletzungen und starb zweieinhalb Wochen später in einem Spital.

Der Hundebesitzerin wurde der Rottweiler abgenommen, er wurde in einem Tierquartier unter Quarantäne gestellt. Nachdem er auf einen Tierpfleger losgegangen war, wurde er eingeschläfert. Der Fall löste in Österreich enormes mediales Interesse und Diskussionen um schärfere Regeln für bestimmte Hunderassen aus.

(SDA)


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