«Intakte Landschaft muss man erhalten»

200 Meter hoch sollen die Windräder im Innerrhodischen Oberegg werden. Doch das passt der Ausserrhoder Regierung nicht. Sie wehrt sich gegen das Projekt, weil es ihrer Meinung nach das Landschaftsbild zu sehr beeinträchtigt.

«Alle wollen saubere Energie, aber wenn es darum geht Windräder zu bauen, dann heisst es: ‹Nur nicht bei mir in der Nähe›», sagt Adalbert Hospenthal, Verwaltungspräsident «Appenzeller Wind» zu TVO. Er ärgert sich über die Stellungsnahme des Ausserrohder Regierungsrates zum Bau der Windenergie-Anlage in Oberregg.

Landschaft wird beeinträchtigt

Die Regierung hat sich gegen den Bau ausgesprochen, weil sie befürchtet, dass der Bau zu «einer massiven Beeinträchtigung der Landschaft führen wird und das Appenzellerland weiträumig und unausweichlich dominieren würde», teilt der Kanton am Dienstagmorgen mit.

Der Ausserrhoder Regierungsrat gewichtet die Landschaft, das Aushängeschild der beiden Kantone, höher. Denn von der Produktion mit Windenergie hätte beide Kantone profitiert.

«Appenzeller Wind» gibt nicht auf

«Wir freuen uns, dass auch die Ausserrhoder Regierung die Landschaft schützen will», sagt Melchior Looser, Präsident der IG Pro Landschaft. Er kämpfte mit seiner Organisation von Anfang an gegen das Windenergie-Projekt.

«Die Landschaft ist ein wesentlicher Bestandteil der Appenzeller Identität – sowohl der ausserrhodischen wie auch der innerrhodischen», sagt Dölf Biasotto Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden zu TVO. «Man muss sie erhalten.» Deshalb soll sie auch in Zukunft geschützt werden. Biasotto geht nicht davon aus, dass in Zukunft eine solche Anlage gebaut werden kann.

Doch Hospenthal von «Appenzeller Wind» gibt sich kämpferisch: Wenn ich etwas in die Hände nehme, ziehe ich es durch. Ob ein Jahr früher oder später – es wird sicher am geplanten Standort zu stehen kommen.»

(agm)

 

 


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