«Jeder sollte eine Hanfpflanze haben»

Von Nina Müller
Jung und alt schlendern interessiert durch die verschiedenen Cannabis_Stände.
Jung und alt schlendern interessiert durch die verschiedenen Cannabis_Stände. © FM1Today/NinaMüller
Zum ersten Mal werden dieses Jahr Cannabis-Produkte an der Olma vorgestellt. Von Zigaretten, Küchlein bis zu Ziegelsteinen – es gibt kaum etwas, was man nicht aus der Hanfpflanze herstellen kann.

Läuft man die Treppe der Halle 1 hinauf, riecht man schon von weitem einen süssen und unverkennlichen Duft. Zum ersten Mal in der Geschichte der Olma werden Produkte aus Hanf ausgestellt. Die Organisatoren lagen damit augenscheinlich genau richtig. Viele Besucher – vom Teenager bis zum Rentner – betrachten interessiert die vielfältige Auswahl der Cannabis-Produkte.

«Man kann Hanf eigentlich für alles gebrauchen»

«Ich habe hier Produkte probiert und gekauft. Für mich habe ich Hanfkerne für den Salat gekauft und für meinen Hund Hanfmittelchen gegen seine Allergie», sagt Christine. Sie und ihr Mann haben von der Hanf-Ausstellung gehört und wollten sich das unbedingt mal anschauen. «Das Spannendste, was ich heute gelernt habe ist, dass es so viele verschiedene Produkte gibt; Tee, Kerne, Brot – man kann Hanf eigentlich für alles gebrauchen. Jeder sollte so eine Pflanze im Garten haben», sagt ihr Mann Guido begeistert gegenüber FM1Today.

Nebst speziellen Produkten ist auch die Ostschweizer Marke Heimat vor Ort. «Wir waren die ersten, die Zigaretten mit Schweizer Tabak im Angebot hatten und auch mit der Hanf-Zigi waren wir Pioniere», sagt David Kuoni stolz. Bisher seien die Reaktionen der Besucher eher verhalten aber durchaus interessiert.

Besucher sind positiv überrascht

Dass die Olma den Schritt gewagt hat, Cannabis so zu exponieren, finden alle befragten Besucher super: «Ich finde es gut, dass die Pflanze so offen präsentiert wird und das man Hanf nun vermehrt für die Gesundheit einsetzen kann. Das hätte man schon viel früher machen sollen», sagt Christine. Mit der Ausstellung verliere Cannabis auch den schlechten Ruf, nur eine Droge zu sein.

Claudia und ihre Mama finden das Cannabis-Village ebenfalls sehr spannend. «Es riecht speziell und die Produkte sind sehr vielfältig», sagt Claudia. Sie hätte nicht erwartet, dass die Olma so locker mit dem Thema Gras umgeht.

«Es ist eine wahnsinnig vielfältige Pflanze»

Auch Familien haben den Weg ins Village der besonderen Art gefunden. Papa Roger und seinen zwei Söhnen Noah und Anju und gefällt es hier. «Die Geschmäcker und die verschieden Produkte sind eindrücklich», sagt der Familienvater. Noah freut sich vor allem auf das Joint-Drehen. Im Cannabis-Village gibt es einen Joint-Roll-Contest. Wer den schnellsten Joint baut, wird mit dem ersten Platz geehrt. Der grösste Hanf-Fan der Familie ist aber Mama Sonja: «Es ist eine wahnsinnig vielfältige Pflanze, welche viel zu lange verschrien wurde. Man kann Ziegelsteine und Öl daraus machen. Auch Krebspatienten können mit Hanf behandelt werden.»

Joint-Roll-Contest ist sehr beliebt

Roger findet es super, dass der Pflanze durch die Olma endlich eine grosse Plattform geboten wird: «Bisher musste man ja immer in diese Lädeli hinein und ich glaube, viele haben sich das gar nicht getraut.» Die Familie hat schon einige Produkte wie zum Beispiel die Hanf-Alternative zu Nutella ausprobiert. Nun dürfen Noah und Anju sich im Joint-Drehen versuchen.

Beim Joint-Roll-Stand steht einer junger Mann mit Wuschelkopf und grinst zufrieden. Jonas ist der Gestalter des Cannabis-Village: «Eigentlich bin ich Innen-Architekt, aber es ist mega spannend, mehr über Hanf zu erfahren und zu sehen, wie die Leute auf die Ausstellung reagieren.» Auch er freut sich über die Offenheit der Olma-Organisatoren gegenüber Cannabis und auf viele weitere Besucher in den kommenden Tagen.


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