Mehrere Keuchhusten-Fälle im Thurgau

Keuchhusten kann bei Babys tödlich enden. (Symbolbild)
Keuchhusten kann bei Babys tödlich enden. (Symbolbild) © iStock
In den Regionen Frauenfeld und Aadorf wurden bei Schülerinnen und Schülern mehrere Keuchhusten-Fälle nachgewiesen. Bei Säuglingen bis zu einem Jahr kann die Krankheit zu schweren Komplikationen führen.

Vergangene Woche sind in der Region Aadorf mehrere Kinder an Keuchhusten erkrankt. Wenige Tage später wurde das Thurgauer Amt für Gesundheit auch über Fälle in Frauenfeld in Kenntnis gesetzt, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilt.

Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Erkältung oder Grippe fällt der Keuchhusten durch stakkatoartiges Husten auf. Hält der Husten an und tritt er stark und anfallartig auf, ist es laut dem Kanton Thurgau empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen. Der Impfstatus soll regelmässig überprüft werden – bereits Erkrankte können mit Antibiotika behandelt werden.

Keuchhusten (Pertussis) wird durch Bakterien ausgelöst und über Tröpfchen übertragen. Zu einer Ansteckung kann es bis zu drei Wochen nach dem Kontakt mit einer infizierten Person kommen.

Die Erkrankung ist für Kinder und Erwachsene lästig, in der Regel aber ungefährlich. Anders sieht es bei Babys unter zwölf Monaten aus: Keuchhusten kann bei ihnen schwere Probleme verursachen. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurden im Zeitraum von 2010 bis 2014 jährlich durchschnittlich 8700 Keuchhusten-Fälle gemeldet. Die Krankheit führt bei weniger als einem erkrankten Säugling von 1000 zum Tod.

(lag)


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