«Mir pfiffand uf’d Grenz!»

So sieht der neue Veloweg an der Grenze zwischen St.Margrethen und Höchst aus.
So sieht der neue Veloweg an der Grenze zwischen St.Margrethen und Höchst aus. © Land Voralberg/Serra
Um den Velotourismus anzuregen, haben die Gemeinden St.Margrethen und Höchst einen Radweg auf der Grenzbrücke eröffnet. Dafür wurde der Grenzübergang für Autos sechs Stunden lang geschlossen.

Am vergangen Sonntag war die Grenzbrücke von St.Margrethen und Höchst von 9 Uhr bis 15 Uhr für Autos und Lastwagen gesperrt. Grund dafür war das grenzüberschreitende Fahrradfest «Mir pfiffand uf’d Grenz!». Unterstützt wurden die Gemeinden vom Projekt Velotal, eine Initiative des St.Galler und Vorarlberger Rheintals.

Velotal hat sich zum Ziel gesetzt, auf das bestehende Radweg-Netz hinzuweisen und dieses laufend zu verbessern. «Das Velo sollte beziehungsweise muss im Berufsverkehr wichtiger werden. Mit diesem Projekt wird der nögitge Raum für Velos geschaffen», sagt Claudio Pallecchi, Leiter des Bauamts in St.Margrethen.

Musikstück aus Veloklingeln

Am Fest nahmen Musikgesellschaften von der St.Galler und der Vorarlberger Rheinseite teil. Sogar Veloklingeln wurden in die Einlagen integriert. «Die Radballer haben einen Fussballmatch auf dem Rad gespielt und es gab Akrobaten auf speziellen Velos», sagt Pallecchi. Das Velomuseum in Rehetobel zeigte historische Velos.

Auch ein Herr auf einem Einrad durfte sein Können unter Beweis stellen. (Bild: Land Vorarlberg/Serra)

«Das Fest war mehr als perfekt. Es kamen sehr viele Leute, von beiden Gemeinden ungefähr gleich viel. Auch der Auto-Verkehr wurde nicht stark beeinträchtigt, die Umleitungen funktionierten gut», sagt Pallecchi, der Teil des Organisationskomitees war.

«Velofahrer werden weniger streng kontrolliert»

Höhepunkt des Festes war die Präsentation des Radbarometers. Dieses zählt, wie viele Velofahrer die Brücke passieren. Gemäss Pallecchi werden die Messungen in einem Jahr ausgewertet.

Der Verkehr an der Grenze soll durch das Projekt fliessender werden, weil mehr Leute das Velo statt das Auto nehmen: «Velofahrer werden weniger streng kontrolliert, weil es viel einfacher einzuschätzen ist, was sie dabei haben. Fahren mehr Leute mit dem Velo über die Grenze, sollte es weniger Staus geben», erklärt Pallecchi.

Auch die Österreicher sind mit dem Velofest zufrieden: «Die Zusammenarbeit mit dem St.Galler Rheintal ist mir ein grosses Anliegen, und dass die beiden Gemeinden diese Initiative so aktiv aufnehmen, freut mich besonders», lässt sich der Vorarlberger Umweltlandesrat Johannes Rauch von den Vorarlberger Nachrichten zitieren.

(nm)


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