Hip-Hop Pioniere melden sich zurück

René Rödiger, 11. November 2016, 10:34 Uhr
Phife Dawg, Q-Tip und Jarobi bei einem Auftritt von 2013.
Phife Dawg, Q-Tip und Jarobi bei einem Auftritt von 2013.
© Dave Kotinsky/Getty Images
Es ist die wohl beste Nachricht des Tages: A Tribe Called Quest haben heute ihr erstes Album seit 18 Jahren veröffentlicht. Mit «We got it from Here... Thank You 4 Your service» beweisen sie, dass sie noch immer zu den Besten des Genres gehören.

Freitag, kurz nach 5 Uhr, ist es plötzlich da: «We got it from Here... Thank You 4 Your service», das sechste Studioalbum von A Tribe Called Quest. Erst vor zwei Wochen haben die New Yorker auf Facebook das neue - und letzte - Album angekündigt.

Das Album ist nicht nur eine Rückkehr sondern in erster Linie ein Abschied vom im März dieses Jahres verstorbenen Rappers Phife Dawg. Die Arbeiten zu «We got it from Here...» begannen bereits vor einem Jahr, Phife Dawg habe «die Blaupause für das ganze Projekt» hinterlassen.

«Old School» trifft «New School»

Auf «We got it from Here...» haben sich ATCQ einige Verstärkung geholt: Nebst allen vier Original-Mitgliedern sind Busta Rhymes, Kanye West, André 3000, Jack White, Kendrick Lamar, Talib Kweli, Anderson .Paak, Elton John und viele mehr zu hören.

We got it from Here… Thank You 4 Your service.

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Posted by A Tribe Called Quest on Thursday, November 3, 2016

Trotz dieser Leute fühlt sich das Album irgendwie «klassisch» an. Die Opening-Lines von Q-Tip und wie er dann von Jarobi unterstützt wird. Beim Hören bekommt man diese wohlige Wärme, wie wenn man einen alten Freund wieder trifft, an eine alte Liebe zurück denkt, merkt, dass A Tribe Called Quest wirklich so gut sind, man nicht einfach nur die Vergangenheit verklärt hat.

Referenzen und Live-Auftritt

A Tribe Called Quest werfen mit Samples um sich, wie zu ihren alten Zeiten: «Behind the Wall of Sleep» von Black Sabbath, «Thriller» von Michael Jackson oder «Benny and the Jets» von Elton John findet man in den 16 Songs.

Trotzdem fühlt sich das Album auch neu an. Es passt in die heutige Zeit. Dass der letzte Song «The Donald» heisst, ist kein Zufall. Auch nicht wie sich Phife in «Conrad Tokyo» über CNN, Trump und so ziemlich die ganzen USA nervt.

Live kann man A Tribe Called Quest übrigens auch schon sehr bald sehen: Dieses Wochenende treten sie bei «Saturday Night Live» auf.

Das Album «We got it from Here... Thank You 4 Your service» gibt es auf iTunes, Google Play, AmazonSpotify oder im Handel.

 

René Rödiger
veröffentlicht: 11. November 2016 10:31
aktualisiert: 11. November 2016 10:34