Ostschweizer Band erobert die Schweiz

Vanessa Kobelt, 28. Juni 2018, 11:20 Uhr
Sie begeistern mit ihren Irish Rock-Songs die ganze Schweiz: Die St.Galler Band Saint City Orchestra ist gefragter denn je. Am OpenAir St.Gallen trifft man die fünf Jungs nicht nur auf der Sternenbühne.

Vier Stimmen, zwei Gitarren, Geige, Bass, Akkordeon, Mandoline und Tamburin: Mit Musik aus Irland spielt sich das Saint City Orchestra in die Herzen der Leute, und zwar so, dass kein Fuss auf dem Boden bleibt. Mittlerweile gilt sie als beliebteste Newcomer-Band der Schweiz. Anfang des Monats gewannen die Jungs den Emergenza Band Contest. Sie dürfen nun ans Emergenza Weltfinale am Taubertal Festival in Deutschland.

Band entstand zufällig

Mehr zufällig als geplant wurde die Band 2013 gegründet. Nach einem bierseligen FC St.Gallen-Match traf Sänger und Gitarrist Sandro Schmid auf den Organisator der Irish Rocknight und sagte für einen Gig zu, der zwei Monate später stattfinden sollte. «Das Problem war, ich hatte weder eine Band noch Songs», sagt Sandro Schmid. «Also fing ich an ein paar Leute zusammenzuwürfeln». Irgendwie gelang das Unmögliche und der Gig wurde zum Erfolg.

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Ein Bubentraum geht in Erfüllung

Wie gefragt das Saint City Orchestra mittlerweile ist, zeigt der diesjährige Festival-Sommer, straffer kann der Terminkalender kaum sein. Die St.Galler Band spielt unter anderem am Gurtenfestival in Bern, am Moon & Stars in Locarno, am Irish Openair in Nesslau und ist natürlich auch am OpenAir St.Gallen am Start. Letzteres freut die Band besonders, es ist bereits der zweite Auftritt im Sittertobel. «Es ist ein riesiges Highlight für uns», sagt Akkordeonist Gabriel Eschenmoser. «Wir gehen selbst schon seit Jahrzehnten ans OpenAir St.Gallen. Es war immer ein Bubentraum dort auf der Bühne zu stehen und plötzlich geht dieser in Erfüllung.»

Blackout nach Auftritt

Letztes Jahr sprang das Saint City Orchestra noch für eine andere Band ein und stand insgesamt drei Mal auf der Bühne, allerdings auf der kleinen, der «Plaza Stage». An alles können sie sich aber nicht mehr erinnern. «Es waren tausende Leute auf dem Platz, der absolute Wahnsinn», sagt Sandro Schmid. «Ab dem Zeitpunkt habe ich einen Blackout. Am nächsten Morgen schaute ich die Fotos auf dem Handy an und dachte einfach, fuck, war das geil!»

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Feiern selbst am OpenAir mit

Dieses Jahr stehen die fünf Musiker am Sonntag um 11 Uhr auf der Sternenbühne, sollten sie rechtzeitig wach sein. Die St.Galler lassen es sich nämlich nicht nehmen, selbst am OpenAir St.Gallen mitzufeiern. «Ich bin sicher vier Tage dort», sagt Gabriel Eschenmoser lachend. «Vielleicht nehmen wir einen Wecker ins Zelt. Oder wir feiern die Nacht durch, dann sind wir am Sonntagmorgen sicher wach.»

Genug Bier und Spass auf der Bühne

Sympathisch und locker, wie die Band selbst, dürfte auch der Auftritt im Sittertobel werden. Auf die Frage, was ihnen bei den Konzerten wichtig ist, antwortet Band-Mitglied Mäsi Eigenmann scherzend: «Genug Bier! Wir haben extra jemanden eingestellt, der dafür sorgt». Bei den Auftritten stände für sie hauptsächlich der Spass im Vordergrund. «Sowohl wir, als auch das Publikum soll Spass haben. Ich glaube, wenn wir die Freude an der Musik richtig spüren, dann können wir diese auch richtig transportieren.»

Das Saint City Orchestra, das sind Sandro Schmidt, Till Schacher, Mäsi Eigenmann, Jérome Graf und Gabriel Eschenmoser aus St. Gallen. Nach ihrer Debüt EP soll im Herbst das erste Album folgen. Zur Facebook-Seite geht es hier lang, die Webseite findest du hier.
Vanessa Kobelt
Quelle: kov
veröffentlicht: 28. Juni 2018 08:19
aktualisiert: 28. Juni 2018 11:20