Neuanfang für drei Ausflugsbeizen

Florian Nolting weckt die Beiz «Schwarzer Bär» aus dem langen Winterschlaf.
Florian Nolting weckt die Beiz «Schwarzer Bär» aus dem langen Winterschlaf. © St.Galler Tagblatt/ Urs Bucher
Vogelgezwitscher und T-Shirt-Wetter locken Wander- und Naturfreunde wieder nach draussen. Sie können sie sich in der Region St. Gallen die Bäuche voll schlagen. Denn gleich drei traditionsreiche Ausflugsbeizen öffnen in den nächsten Wochen wieder ihre Pforten.

Mit dem Frühling erwacht auch das Leben in drei St.Galler Restaurants rund um den Freudeberg. In den drei traditionsreichen Beizen «Schwarzer Bär», «Dreilinden» und «Waldegg am Bach» wird nach einigen Jahren wieder der Kochlöffel geschwungen, berichtet das «St.Galler Tagblatt». Der «Schwarze Bär» war ganze zwei Jahre im Winterschlaf versunken. Nun weckt der 40-jährige Florian Nolting das Restaurant am 3. April auf. «Ich biete Wurst-Käse-Salat und Käsefladen für Spaziergänger, aber auch weiss gedeckte Tische mit Menüs à la carte», sagt Nolting gegenüber dem Tagblatt. Auch wenn sich damit in der Beiz einiges ändert, sagt er: «Das Restaurant soll seinen heimeligen Charme behalten.»

Dank der Bahnhaltestelle direkt vor der Haustür ist der «Schwarze Bär» gut erschlossen- (Bild: St.Galler Tagblatt/ Urs Bucher)

Die Beiz hat eine lange Tradition und taucht schon im 19. Jahrhundert in Akten auf. Als letztes pachteten Heidi Schläpfer und Tom Staller für gut sechs Jahre den traditionsreichen Betrieb. Nolting versucht nun an ihre goldenen Zeiten anzuknüpfen. Zuvor war er Küchenchef im Schlossberg Nähe Frankfurt. Dort holte der 40-Jährige mit seinen lokalen Speisen 15 Gault-Millau-Punkte. Was alles in St.Gallen auf der Karte stehen wird, bleibt eine kleine Überraschung. Eins ist klar: Die Olma-Bratwurst wird nicht fehlen.

Dreilinden-Pächter träumt von eigenem Biergarten

Nicht in einen der Weiher, sondern in die Selbständigkeit, wagt Olivier Scheuber den Sprung ins kalte Wasser. Für den neuen Pächter ist das «Dreilinde» der erste Betrieb, den er selber führt. «Es ist ein Glücksfall», sagt der 29-Jährige zum «St.Galler Tagblatt». Gemeinsam mit Ruedi Gamper und Katrin Rutz von der Süd-Bar möchte er etwas Besonders aufbauen. Im Badi-Kiosk sollen trendige Eigenkreation die Wassernixen erfreuen und auf der Terrasse könnte ein eigener Biergarten entstehen. «Noch ist es nur eine Idee», sagt Scheuber. Am 3. Mai wird sich zeigen, welche seiner Ideen er umsetzt.

Olivier Scheuber, neuer Pächter der «Dreilinde», sagt: «Ich möchte hier etwas aufbauen.» (Bild: Archiv St.Galler Tagblatt/Luca Linder)

«Ist ein Hobby für uns»

Das Haus an der St.Georgenstrasse, am Ende von St.Georgen, ist vom Wetter und der Zeit gezeichnet. Über fünf Jahre lotterte das Restaurant vor sich hin. Dem setzten Andrea Gahler, Susanne Spaar und Regula Inanuen ein Ende. «Die Renovation und der Betrieb sind ein Hobby für uns», sagt Gahler. Das Frauentrio hat zusammen einen Verein gegründet, um das «Waldegg am Bach» wieder für Gäste zugänglich zu machen. Damit wollen sie dem Quartier etwas zurückgeben. Am 10. Mai ist das Haus mit neuem Anstrich erstmals offen. Die Öffnungszeiten sind noch flexibel. An Freitagabenden, bei Vollmond und an Feiertagen sind Gäste willkommen. «Zudem öffnen wir bei schönem Wetter spontan», sagt Inauen.

Die Bauarbeiten beim Restaurant «Waldegg am Bach» sind voll im Gang. (Bild: St. Galler Tagblatt/ Sandro Büchler)

(lou)


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