Neue Formel-Serie für Frauen

Susie Wolff war als letzte Frau an Grand-Prix-Wochenenden im Einsatz
Susie Wolff war als letzte Frau an Grand-Prix-Wochenenden im Einsatz © KEYSTONE/EPA/VALDRIN XHEMAJ
Die Frauen bekommen eine eigene Formel-Meisterschaft. Im kommenden Jahr sind in den «W Series» sechs Rennen geplant. Die Fahrerinnen werden in identischen Formel-3-Autos antreten.

In der ersten Saison sind die Rennen auf Strecken in Europa geplant, später soll der Kalender auch Veranstaltungen in Asien, Australien und Nordamerika umfassen. Zugelassen sollen jeweils 18 bis 20 Teilnehmerinnen sein.

Als Berater und Ausbildner haben sich unter anderen der einstige Formel-1-Fahrer David Coulthard und Adrian Newey, Chef der Design-Abteilung des Formel-1-Teams Red Bull, zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Plattform zu bieten, in der sie sich für höhere Aufgaben empfehlen können. Ob sich die ambitionierte Vorgabe verwirklichen lässt, Fahrerinnen in die Formel 1 zu bringen, wird sich weisen.

Bisher haben es nur zwei Italienerinnen zu Einsätzen in Grands Prix gebracht. Maria Teresa De Filippis bestritt 1958 drei Rennen, Lella Lombardi war 1975 und 1976 insgesamt zwölfmal am Start. Im abgebrochenen Grand Prix von Spanien 1975 wurde Lombardi Sechste, was ihr nach der Halbierung der Punkte einen halben WM-Zähler einbrachte.

Als bisher letzte Frau sass Susie Wolff, die Ehefrau von Mercedes-Teamchef Toto Wolff, an Grand-Prix-Wochenenden am Steuer eines Formel-1-Autos. In den Saisons 2014 und 2015 drehte sie einige Male als Test- und Ersatzfahrerin des Teams Williams in ersten Trainings am Freitag ihre Runden.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen