Neue Maschgenkamm-Bahn in Rekordzeit

Von Angela Müller
Die Station Tannenberg am Flumserberg wird erneuert und erhält einen neue Gondelbahn.
Die Station Tannenberg am Flumserberg wird erneuert und erhält einen neue Gondelbahn. © Tagblatt
Erleichterung und Aufbruch bei den Flumserbergbahnen: Bereits in der nächsten Wintersaison wird die neue Maschgenkamm-Bahn in Betrieb genommen. Die Baubewilligung für die Gondelbahn wurde innert kürzester Zeit erteilt.

«Eigentlich ist es fast nicht möglich, in dieser knappen Zeit für ein solch grosses Projekt eine Baubewilligung zu erhalten», sagt Heinrich Michel, Geschäftsführer der Bergbahnen Flumserberg, (BBF) gegenüber dem «Sarganserländer». Der BBF wurde vor einigen Tagen die Baubewilligung für das 26-Millionen-Franken-Projekt erteilt. Die Gondelbahn auf den Maschgenkamm gilt als Hauptschlagader des Schneesport- und Wandergebiets Flumserberg.

Bei der Baubewilligung standen die Bergbahnen unter enormem Zeitdruck, denn der Zeitplan für den Bau der Anlage ist höchst sportlich. Die Eröffnung ist auf die Wintersaison 19/20 geplant. Bereits sind die Bagger auf der Baustelle aufgefahren. Der Bauverantwortliche, Michael Ackermann, kann nur hoffen, dass der Schnee auf dem Tannenboden nach Ende der Wintersaison am 7. April möglichst schnell schmelzen wird. Wie die Talstation in Zukunft aussehen soll, ist in der Bildergalerie zu sehen.

Viel Godwill beim Kanton und den Gemeinden

Die Baubewilligung wurde innert 15 Monaten erteilt und ist auf den Goodwill des Kantons St.Gallen, der betroffenen Gemeinden und der Alpkooperation Mols zurückzuführen. Die BBF musste, nachdem es gegen ein erstes Projekt Ende Dezember 2017 Einsprachen von Privatpersonen gegeben hatte, ein neues Projekt auflegen.

Chirchenbach wurde beinahe zum Stolperstein

Ein grösseres Problem war auch der Chirchenbach. Dieser quert das Bauprojekt auf dem Tannenboden unterirdisch und muss nun offengelegt werden. Doch dies bedarf eines neuen Hochwasserschutzes in der Gemeinde Quarten. Ohne die gültige Baubewilligung dafür wollte der Kanton zuerst keine Baubewillgung für die neue Gondelbahn erteilen. Der Kanton hatte dann jedoch darauf verzichtet. «Dies zeigt auch, welchen Stellenwert der Flumserberg als Tourismusdestination für den Kanton mittlerweile hat», sagt Michel. Die Gemeinde Quarten ist nun in der Verantwortung, die Baubewilligung schnellstmöglich nachzuliefern.

Heinrich Michel, Geschäftsführer der Bergbahnen Flumserberg (Bild: Urs Bucher/Tagblatt)

Gondelbahn von der Firma Bartholet Flums

Neben dem Bau der neuen Achter-Gondelbahn, deren Kabinen die Flumser Firma Bartholet liefert, wird die Talstation in Tannenboden neu gebaut, dazu kommt eine neue Garagenhalle für die Gondelbahn-Kabinen. Ausserdem wird das Restaurant Kabinenbahn erneuert, es erhält eine Bar. Dazu kommt eine Tiefgarage, wo unter anderen auch die Pistenbullys abgestellt werden können. Gemäss den Verantwortlichen der BBF ist die Finanzierung gesichert.

Die sogenannte Jungfernfahrt der neuen Achtergondel ist auf den Start der Wintersaison 2019/20 geplant. Die neuen Maschgenkamm-Bahn wird bis zu 2400 Personen pro Stunde transportieren. Sie braucht 10 Minuten, um die Gäste auf 2020 Meter zu bringen.

(agm)

 


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