OASG schliesst den Westeingang

Im Jahr 2014 standen rund 2000 Personen an, letztes Jahr waren es noch rund 600-800.
Im Jahr 2014 standen rund 2000 Personen an, letztes Jahr waren es noch rund 600-800. © TAGBLATT/Luca Linder
OpenAir St.Gallen: Der Westeingang in Abtwil bleibt dieses Jahr geschlossen. Die Veranstalter rechnen nicht mehr mit einem ausverkauften OpenAir und wollen so Kosten sparen.

Schon 2018 war das Festival mit 27’000 Besucher nicht ausverkauft, auch gecampt wurde nicht mehr so fleissig. Dieses Jahr soll es für das OASG noch schlechter aussehen: Wie Insider hinter vorgehaltener Hand bestätigen, sollen die Vorverkaufszahlen alles andere als zufriedenstellend sein. Deshalb seien die Organisatoren zu Einsparungen gezwungen, wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt.

«Rechnen nicht mit ausverkauftem Festival»

Wieviel Tickets bereits verkauft wurden, ist ein Geheimnis. Eines ist jedoch klar: «Wir rechnen nicht mit einem ausverkauften Festival», sagt Nora Fuchs, Mediensprecherin OpenAir St.Gallen, gegenüber dem «St.Galler Tagblatt». Es werden aber etwa so viele Besucher wie letztes Jahr erwartet. Und auch klar ist, dass der Westeingang in Abtwil geschlossen bleibt. Ursprünglich wurde dieser aufgemacht, da immer mehr Besucherinnen und Besucher früher ins Sittertobel reisten.

Aufwand zu gross

In den letzten Jahren habe sich das Besucherverhalten aber wieder verändert. Im Jahr 2014 hatten rund 2000 Personen im Wartebereich campiert, 2018 waren es noch 600-800 Personen. Die Infrastruktur und der Betrieb des Westeingangs seien mit grossem Aufwand verbunden. «Der Aufwand steht in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen», so Fuchs. Wegen dieser Umstände sowie den Bodenschutz-Auflagen, bleibt der Eingang geschlossen.

Ob das OASG in finanziellen Schwierigkeiten steckt, dementiert Fuchs. Man schaue jedes Jahr, wo es etwas zu optimieren gebe. «Wenn wir also mit der Schliessung des Westeingangs Geld sparen, investieren wir es an anderer Stelle», sagt Fuchs.

(red.)


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