Zwischenbilanz

Skigebiete im FM1-Land freuen sich über guten Winterstart

02.01.2024, 19:17 Uhr
· Online seit 02.01.2024, 18:02 Uhr
Der Saisonstart in den Skigebieten im FM1-Land ist gelungen. Die Bündner Bergbahnen verzeichnen den zweitbesten Saisonstart der vergangenen Dekade und auch in den Ostschweizer Skigebieten tummelten sich tausende Schneesportler auf den Pisten.
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Die schneebedeckten Gipfel lockten bereits zahlreiche Gäste in die Skigebiete im FM1-Land. Vor allem nach dem herausfordernden letzten Winter sind die Bergbahnen mehr als zufrieden mit dem bisherigen Start in die Wintersaison.

Bündner Bergbahnen mit rekordverdächtigem Start

So verzeichnen die Bündner Bergbahnen von Saisonstart bis zum Jahresende ein Plus von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden (BBGR) am Dienstag mitteilt. «Es ist der zweitbeste Start in die Saison in den letzten zehn Jahren», freut sich Martin Hug, Präsident der BBGR.

Allerdings ist das Wachstum nicht überall gleich. Am stärksten zugelegt hat die Region Mitte inklusive dem Skigebiet Arosa Lenzerheide. Dort wurden im Vergleich zum Vorjahr fast ein Drittel mehr Ersteintritte registriert. Auch die Region Surselva mit einer Steigerung von über einem Viertel und die Region Davos Klosters mit einem Anstieg von über 22 Prozent tragen zum guten Ergebnis bei. Die starke Zunahme in der Region Mitte und der Region Surselva ist auf die guten Pistenverhältnisse in den mittleren und kleinen Schneesportgebieten zurückzuführen. Die Region Davos Klosters war vor allem bei internationalen Gästen sehr beliebt.

Einen nicht so markanten Anstieg verzeichnet das Engadin: 9,2 Prozent im Unterengadin und 6,8 Prozent im Oberengadin. Hug relativiert hier allerdings: «Diese Regionen waren im vergangenen Jahr nicht so arg vom Schneemangel betroffen. Darum ist der Anstieg in diesem Jahr nicht so hoch wie in anderen Regionen.»

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Früher Schnee half mit

Der gute Start sei unter anderem der technischen Beschneiung sowie den Schneefällen im Dezember zu verdanken. So konnten die Bündner Skigebiete bereits früh öffnen und schon in der Vorsaison eine gute Auslastung erzielen. Neben den Skifahrern und Snowboarderinnen gab es auch zahlreiche Gäste, die andere Angebote im Schnee wie Winterwandern, Schlitteln oder Events nutzten. Weiter betont der Branchenverband, dass das eher warme «Terrassenwetter» auch die Gastroumsätze ankurbelte.

Der zweitbeste Saisonstart seit zehn Jahren ist für die Bündner Bergbahnen wichtig. «90 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften wir im Winter», erklärt Hug. Davon fallen rund 20 bis 25 Prozent alleine über die Festtage an. «Der jetzige Start ist eine tolle Voraussetzung für das, was noch kommt», zeigt sich Hug zufrieden.

Auch in St.Gallen ist man zufrieden

Auch in den St.Galler Skigebieten blickt man auf ein erfreuliches Weihnachtsgeschäft zurück. So auch in Flumserberg, wie Mario Bislin, Geschäftsführer Bergbahnen Flumserberg, gegenüber TVO sagt. «Wir hatten in den vergangenen Tagen mehrmals über 10'000 Gäste pro Tag», freut sich Bislin. Genaue Zahlen kann er noch nicht nennen, diese werden erst zum Saisonabschluss veröffentlicht. Bislin betont aber, dass es zurzeit «sehr gut» laufe. Der Geschäftsführer blickt optimistisch auf die kommenden Wochen. Die Skischulen seien ausgelastet und in den kommenden Wochen werden nochmals einige Gäste erwartet.

Als Ursache für den guten Start vermutet Bislin zum einen das gute Wetter und die gut gelegenen Festtage – die Leute mussten nicht all zu viele Ferientage nehmen – und zum anderen habe er auch das Gefühl, dass die Leute immer noch ein Nachholbedürfnis von der Pandemie haben.

Die Aussagen der St.Galler Skigebiete im Beitrag von TVO:

Quelle: TVO

Ohne Wind mehr Gäste

Urs Gantenbein, Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus, freut sich ebenfalls über einen gelungenen Start. Es sei besser als in der vergangenen Saison, als man unter Schneemangel litt. Rekorde seien aber keine gefallen. «Wir hatten einen hervorragenden Dezemberstart, danach war es durchschnittlich. Und auch das Weihnachtsgeschäft lief gut», sagt er gegenüber TVO. Durchschnittlich seien über die Festtage etwa 2000 bis 2500 Personen auf den Wildhauser Pisten unterwegs gewesen.

Einziger Wermutstropfen sei laut Gantenbein der Wind über die Festtage gewesen. Er vermutet, dass das Resultat noch besser gewesen wäre, wenn der Wind im Dezember nicht so stark geblasen hätte. Der Geschäftsführer ist aber zuversichtlich, dass es noch zu richtigen Spitzentagen kommen wird. Das Wetter für die kommenden Tage sehe sehr gut aus.

Was die Festtage neben der Piste so bewirkt haben, erfährst du hier im Video:

Quelle: TVO

veröffentlicht: 2. Januar 2024 18:02
aktualisiert: 2. Januar 2024 19:17
Quelle: FM1Today

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