Ostschweiz

Herisau steht Kopf: Böswillig oder Bubenstreich?

12.02.2024, 18:08 Uhr
· Online seit 12.02.2024, 17:48 Uhr
Eine unerwartete Überraschung: Die Ortstafeln von Herisau wurden verdreht. Ein kurioser Vorfall, der Fragen aufwirft. Das steckt dahinter.
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«Herisau steht Kopf – Autofahrer sollen bitte einmal Purzelbaum schlagen, um zu lesen», schreibt ein Facebook Nutzer in der Gruppe «Du bisch vo Herisau, wenn...». Am Sonntag wurden die Ortstafeln in Herisau um 180 Grad gedreht. Der eigentliche Grund dafür ist jedoch nicht bekannt. Kommentaren zufolge könnte es sich um eine Streichaktion handeln. Dies glaubt auch Sandra Nater, Vize-Gemeindepräsidentin von Herisau: «Es ist Fasnachtszeit, deswegen gehen wir davon aus, dass dies ein klassischer Bubenstreich ist. Es wurde zudem auch nichts beschädigt.»

Gründe bleiben unbekannt

Total standen vier Tafeln auf dem Kopf und sorgten in Herisau für Aufsehen. Mit einem Schmunzeln ergänzte Sandra Nater: «Die Tafeln wurden wenigstens wieder sauber montiert, jedoch fehlte bei allen vier Standorten jeweils eine Schraube.»

Die genauen Gründe für den Vorfall am Sonntag sind auch der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden nicht bekannt, so Mediensprecher Daniel Manser: «Solange wir keinen Verursacher haben, können wir die Motivation dafür nicht ausfindig machen. Es liegt aber auf der Hand, dass dies von Frankreich herkommen könnte. Die Landwirte streiken, um auf die Missstände in der Landwirtschaft aufmerksam zu machen.» Somit wird seitens Polizei ein Protest ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Tafelbeschädigungen sind keine Seltenheit

Er betont jedoch die Ernsthaftigkeit der Tat: «Im Strassenverkehrsgesetz ist klar geregelt: Wer Signale oder Markierungen entfernt, unleserlich macht oder sogar verändert, macht sich strafbar.» Solche Vorfälle können bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht werden. Die Höhe der Geldbusse wird je nach Tat festgelegt.

Dass Tafeln beschädigt werden, ist keine Seltenheit. Manser ergänzt «Aber, dass Tafeln verdreht wurden, solch ein Phänomen hatten wir noch nie.» Die Verursacher kommen in diesem Fall davon, die Gemeinde sieht von einer Anzeige ab.

Gemäss den Bildkommentaren war die Gemeinde Herisau kein Einzelfall. Die Gemeinde hat reagiert und die Tafeln wurden noch am Montagmorgen zurückgedreht, sodass Herisau wieder seinen gewohnten Anblick hat.

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veröffentlicht: 12. Februar 2024 17:48
aktualisiert: 12. Februar 2024 18:08
Quelle: FM1Today

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