Detailhandel

Keine Rabattschlacht: Ostschweizer Läden in Frühlingsstimmung

Linda Aeschlimann, 19. Februar 2021, 14:08 Uhr
Wenn es nach dem Bundesrat geht, dürfen ab dem 1. März die Geschäfte, welche Artikel für den nicht alltäglichen Bedarf verkaufen, wieder öffnen. Die lokalen Anbieter im FM1-Land setzen dabei nicht auf Rabatte, sondern die Frühlingskollektion.

«Achtung, fertig, Shopping!» heisst es wahrscheinlich in ein bisschen mehr als einer Woche. Der Bundesrat plant, ab dem 1.März die Läden wieder zu öffnen.

Auf Frühling umgestellt

Die Erleichterung bei den lokalen Detailhändlern ist gross. «Wir freuen uns und es ist ein Lichtblick am Ende des Tunnels», sagt Vera Weber, Geschäftsführerin von Mode Weber.

Die Winterkollektion habe man während dem Shutdown veräumt und eingelagert, sagt Weber: «Wir setzten jetzt auf die Frühlingsmode. Deshalb kommt es bei uns nicht zur grossen Rabattschlacht.»

Ungefähr gleich tönt es im Toggenburg im Labor79 in Wattwil. «Christbaumkugeln kauft jetzt niemand mehr. Wir haben den Shutdown genutzt um umzubauen», sagt Bea Weber, Inhaberin vom Labor79. «Wir starten jetzt in die Saison die letzte Saison abgeblasen wurde und setzen jetzt auf die Frühlingskollektion.»

Dass das Labor79 den Delikatessenbereich geöffnet haben konnte war zwar schön, aber nur einen Tropfen auf den heissen Stein.

Hoffnung beruht auf Gartenmöbel

Es sei höchste Eisenbahn, dass man endlich wieder öffnen kann, sagt Seraina Cadruvi, Geschäftsführerin von Niki’s in Chur. «Es verärgert mich, dass jetzt alle eine Rabattschlacht fordern. Wir im Detailhandel mussten jetzt lange Zeit auf Einnahmen verzichten», sagt Cadruvi.

Im Churer Möbelgeschäft setzt man ab dem 1.März auf die Gartenmöbelsaison. «Wir gewähren vor allem Frühlings-Eröffnungsrabatte.» Cadruvi ist guter Dinge, dass die Leute in diesem Jahr viel Wert auf ihre Gartenmöbel legen. Denn die letzte Saison, mit dem Lockdown im April/Mai, sei sehr hart für das Geschäft gewesen.

Rabatte bereits vor Shutdown

Auch beim Sporthändler PaisSport in St.Gallen plant man keine riesige Rabattschlacht. «Wir haben drei Tage vor dem Shutdown praktisch unser ganzes Wintersortiment um 30 Prozent reduziert. Dies lassen wir nun noch auslaufen», sagt der stellvertretende Geschäftsführer Ivo Hartmann.

Gut möglich ist laut Hartmann, dass in der nächsten Saison einige Artikel dieselben wie in dieser Saison sein werden. «Auch die Industrie hat den Betrieb runtergeschraubt und produziert vermutlich für die nächste Saison weniger neue Kollektionen.»

Den Fokus richtet PaisSport nun auch auf den Frühling und Sommer. Im Gegensatz zu den Winterartikeln dürften auch in diesem Jahr wieder Velos und Bikes sehr gefragt sein. «Wir hatten nun genug Zeit, unser Geschäft auf Frühling umzustellen. Und freuen uns, wenn wir endlich wieder Kundschaft empfangen dürfen.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Februar 2021 05:40
aktualisiert: 19. Februar 2021 14:08