St.Gallen

«Private Kioskbetreiber sind am Ende»

29. September 2019, 17:59 Uhr
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Quelle: TVO

15 Jahre lang hat Roman Kellenberger im Lachenquartier in St.Gallen einen eigenen Kiosk betrieben. Nun muss er schliessen. Der Strukturwandel im Quartier und in der Branche haben seinem Geschäft zu sehr geschadet. Ein exemplarischer Fall.

«Einen Kiosk betreiben heisst nicht nur Zigaretten und Lose verkaufen, es ist auch eine Herzensangelegenheit», sagt Roman Kellenberger, der in seinem Kiosk in St.Gallen steht. Doch das Engagement nützt dem Kioskbetreiber wenig. Nach 15 Jahren muss er seinen Betrieb Anfang März kommenden Jahres schliessen.

«Das Quartier ist tot»

Damit verliert das Lachen-Quartier einen wichtigen Treffpunkt, zumal kürzlich die Post und die Drogerie nebenan geschlossen wurden und die Migros Filiale gegenüber weggezogen ist. «Das Quartier ist tot», sagt ein Kioskkunde und bestellt bei Kellenberger: «Das Übliche.»

Auch der Verband soll Mühe haben

«Der Strukturwandel des Quartiers hat meinem Kiosk zugesetzt», sagt Roman Keller. Laufkundschaft ging verloren, der Absatz sank. Doch das ist nicht alles, ein weiteres Problem kommt auf Kellenberger zu: Der Verband KioSwiss, der für den Einkauf der Kioskprodukte zuständig ist, soll sich nächstens auflösen, wie TVO meldet.

«Diese Situation sagt einiges über den Zustand der Branche schweizweit aus», sagt Kellenberger. «Die Branche der privaten Kioskinhaber ist am Ende.»

So wird Kellenberger ab nächsten März eine neue Tätigkeit suchen müssen. «Dabei dachte ich, ich kann hier bis zu meiner Pensionierung arbeiten.»

(agm/tvo)

 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. September 2019 17:59
aktualisiert: 29. September 2019 17:59