Plakat-Verbot: «Kann nicht wahr sein»

Die Plakate von Zirkus Stey sind der Polizei ein Dorn im Auge.
Die Plakate von Zirkus Stey sind der Polizei ein Dorn im Auge. © Tagblatt/Rudolf Hirtl
Martin Stey ist sauer auf die Polizei: Er musste fast alle seiner 500 Werbeplakate für die Zirkusvorstellungen in Rorschach abmontieren. Das geht gar nicht – findet auch der Rorschacher Stadtpräsident.

Weil die gewählten Standorte gegen die Plakatier-Regeln verstossen, musste Martin Stey, Direktor von Zirkus Stey, innerhalb eines Tages fast alle der 500 Werbungen abbauen, berichtet das Tagblatt. «Ich war sehr schockiert», sagt Martin Stey gegenüber TVO. Auch Thomas Müller, Stadtpräsident von Rorschach (SVP), meint: «Als ich das gehört habe, dachte ich, das könne nicht wahr sein. Der Zirkus ist ein Kulturgut und etwas anderes als eine gewöhnliche Veranstaltung.»

Während Müller und Stey sich wünschen, die Polizei würde ein Auge zudrücken, findet diese, sie habe bereits genug Kulanz gezeigt. So habe Stey keine Anzeige erhalten, weil er die Tafeln in so kurzer Zeit abmontiert hat, erklärt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei. Und fügt an: «Wir haben dem Zirkusdirektor nie gesagt, dass alle Plakate wegmüssten. Nur jene an verbotenen Orten.» Stey wäre es laut dem Polizeisprecher erlaubt gewesen, den Gemeindestrassen entlang zu plakatieren. Mache er dies nicht, sei er «selber schuld».

Wie Steys Gäste auf die Anweisung der Polizei reagieren, erfährst du im TVO-Beitrag:

(red.)


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