Polen-Museum wird zur Staatsaffäre

Polen-Museum wird zur Staatsaffäre
© TVO
Der polnische Präsident Andrzej Duda hat sich beim Besuch von Bundesrat Ueli Maurer für den Erhalt des Polen-Museums in Rapperswil stark gemacht. An der Schliessung wird das jedoch kaum etwas ändern.

«Das Polen-Museum in Rapperswil ist ein wichtiges Symbol zur Bewahrung der polnischen Geschichte», sagt Andrzej Duda, Präsident von Polen, beim Staatsbesuch von Bundesrat Ueli Maurer in Warschau am Dienstag. Auch Ueli Maurer betont: «Die Gemeinde hat die Bedeutung, die dieses Museum für Polen, für die Schweiz, ja sogar für ganz Europa hat, noch nicht vollumfänglich erkannt.»

Am Entscheid der Ortsgemeinde wird sich trotz dieser klaren Worte kaum etwas ändern. Christoph Sigrist, Geschäftsleiter der Ortsbürgergemeinde Rapperswil-Jona, sagt: «Wir haben immer darauf hingewiesen, dass wir eine eigene Ausstellung machen werden und es kein autonomes Polen-Museum mehr geben wird.» Beim Museum selbst heisst es: «Wir finden es schön, dass Ueli Maurer die Bedeutung des Museums anerkennt.»

Der Entscheid der Ortsgemeinde sei definitiv. 2022 wird das Polen-Museum geschlossen. Rund um das Schloss bleiben aber weiterhin Erinnerungen an die Zeit der Polen in Rapperswil. Christoph Sigrist: «Wir setzen alles daran, dass die Präsenz der Polen in Rapperswil einen angemessenen Platz halten kann.» Das Konzept des neuen Museums ist noch nicht bekannt, die Polen werden aber definitiv Teil davon sein.

Hier gibt es den ganzen Beitrag von TVO zum Polen-Museum:


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