Seltener Erfolg für Luzern in der Europa-League-Quali

Luzerns Trainer Thomas Häberli beglückwünscht den Torschützen Idriz Voca. (Archivbild)
Luzerns Trainer Thomas Häberli beglückwünscht den Torschützen Idriz Voca. (Archivbild) © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Der FC Luzern überspringt seine erste Hürde in der Europa-League-Qualifikation. Die Zentralschweizer gewinnen das Rückspiel bei Klaksvik auf den Färöer-Inseln ohne zu glänzen 1:0. Nun wartet Espanyol.

Im Vergleich zum Hinspiel, als den Luzernern gegen den krassen Aussenseiter erst in der Nachspielzeit der Siegtreffer gelang, kam beim Wiedersehen im hohen Norden kaum Spannung auf. Idriz Voca markierte nach einer guten halben Stunde und sehenswerter Vorarbeit von Blessing Eleke auf der linken Angriffsseite das 1:0, das angesichts der klaren Stärkeverhältnisse und der drei Treffer, die Klaksvik nun benötigt hätte, bereits die Vorentscheidung bedeutete.

Bei Temperaturen knapp oberhalb der 10-Grad-Marke blieben grosse Torchancen rar. Voca nutzte die erste richtige für Luzern, Klaksvik vergab die ersten beiden der Partie und verzeichnete zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem Corner einen Kopfball an die Lattenoberkante. Das Hinspiel war nach sechs Schüssen an die Torumrandung ebenfalls 1:0 für Luzern ausgegangen.

Mit dem Vorstoss in die letzte Qualifikationsrunde vor den Playoffs feierte der FC Luzern auf den Färöern einen seltenen Erfolg auf internationaler Bühne. Es ist das erste Mal seit 1992, dass der Klub in einem europäischen Wettbewerb eine Runde überstand und das erste Mal überhaupt, dass er im Europacup ein Auswärtsspiel gewann (UI-Cup ausgeklammert). Zu hoch kann das recht minimalistisch bewerkstelligte Weiterkommen wegen der überschaubaren Qualität des Gegners indes nicht gewertet werden. Zwei weitere Runden müssten die Luzerner überstehen, um die Gruppenphase der Europa League zu erreichen.

Belohnt haben sich die Zentralschweizer primär damit, dass sie in der nächsten Runde mit Espanyol Barcelona ein attraktiver Gegner erwartet. Spaniens Nummer 7 der letzten Saison wurde vom isländischen Vertreter Stjarnan Gardabaer nicht gefordert und gastiert am nächsten Donnerstag in Luzern. Das Rückspiel findet am 15. August in Barcelona statt.

Toftir (FRO). – Tor: 34. Voca (Eleke) 0:1.

Klaksvik: Joensen; Danielsen, Brinck, Pavlovic, Simonsen; Sandmael (80. Jonn Johannesen), Hadzibulic (80. Grytten), Andreasen, Bjartalid; Klettskaro, Patrik Johannesen.

Luzern: Müller; Schwegler, Lucas, Knezevic, Grether; Schulz (68. Arnold), Voca, Ndenge; Schürpf (62. Kakabadse), Eleke, Demhasaj (84. Margiotta).

Bemerkungen: Luzern ohne Burch (verletzt). 47. Kopfball an die Latte von Pavlovic. Verwarnungen: 75. Grether (Foul). 87. Jonn Johannesen (Foul). 90. Eleke (Foul).

(SDA)


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