So fährt es sich im neuen Voralpenexpress

Von Gerry Reinhardt
Die erste Klasse präsentiert sich sehr edel
Die erste Klasse präsentiert sich sehr edel © FM1Today/Gerry Reinhardt
Ab heute Dienstag ist in der Ostschweiz ein neuer Voralpenexpress unterwegs. Der neue Zug präsentiert sich nicht nur von aussen edel, auch innen wurde richtig aufgemöbelt.

«Kupfer, nicht Bronze. Kupfer ist ein Halbedelmetall. Ein Synonym für Fortschritt.» Das stellt Thomas Küchler, Vorsitzender der Geschäftsleitung SOB, gleich am Anfang klar. Der neue Voralpenexpress «Traverso» glänzt in Kupfer und nicht wie angenommen in Bronze. Weil: Der neue Zug soll ein Qualitätsversprechen für die Kunden sein. Und Qualität ist tatsächlich drin im Zug.

Was die Kunden im neuen Zug erwartet, verrät Thomas Küchler, Vorsitzender der Gschäftsleitung SOB, im Interview:

Luxus an Bord

An allen Sitzplätzen (auch in der zweiten Klasse) gibt es Stromanschlüsse. Auch der Handyempfang wurde mit neuen durchlässigen Scheiben verbessert. Das Highlight aber ist die 1. Klasse. Bequeme Sitzpolster, viel Beinfreiheit und edle Holzverschalungen. Die 1.Klasse vom neuen Voralpenexpress erinnert eher an eine Lounge, als an ein Zugsabteil. «Es soll wieder Spass machen in der ersten Klasse zu reisen», sagt Norbert Melzer, Projektleiter des Herstellers Stadler Rail, der ebenfalls an der Medienfahrt dabei war.

Norbert Melzer zum Fahrwerk «seines» neuen Zugs:

Türöffnungssignale sind gewöhnungsbedürftig

Es gibt wenige Dinge, die an dem neuen Zug nerven. Eines sind die neuen Türsignale. Wenn die Türen öffnen und wieder schliessen, klingt es wie eine Polizeisirene. «Das muss so sein», sagt Thomas Küchler. «Das sind gesetzliche Vorschriften. Diese Klänge werden in naher Zukunft auch in anderen Zügen so zu hören sein.»

Ein zu kühles Klima im Zug?

Auch die Klimaanlage muss sich wohl noch aufs Publikum einspielen. Zugpassagier Peter Krapf aus Dozwil findet es zu kalt: «Da hat man sich auf 30 Grad eingestellt und nun dieser kühle Zug. Da könnte man die Temperatur gerne noch ein oder zwei Grad nach oben stellen.» Ansonsten schwärmen die meisten Passagiere vom neuen Zug. Vor allem, weil es hier «so sauber» ist.

Alte Züge werden verschrottet

Noch ist es Zufall, wann man in einem der neuen Züge reisen darf. Ab dem Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2019 werden aber alle sechs bestellten Züge im Einsatz sein. Diese Deadline ist fix, da gemäss Thomas Küchler die 40 Jahre alten Voralpenexpress-Züge ihre Betriebsbewilligung verlieren. Sie werden nach der Umstellung voraussichtlich verschrottet.


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