So wohnt es sich in der Zukunft

Ein Kühlschrank mit eingebauter Kamera gibt es jetzt in einer Wohnung in St.Gallen
Ein Kühlschrank mit eingebauter Kamera gibt es jetzt in einer Wohnung in St.Gallen © TVO
Rechnungen bezahlen, Ferien buchen und mit Freunden in Kontakt bleiben: Immer mehr läuft über das Smartphone. Für viele fungiert das Telefon gar als externer Gedächtnisspeicher. Seit kurzem gibt es in St.Gallen auch Wohnungen, in denen man (fast) alles mit dem Smartphone steuern kann.

Das Licht in der Wohnung mit dem Smartphone einschalten oder die fehlenden Kaffeekapseln direkt am Kühlschrank bestellen. So funktioniert das Wohnen in der «You52», dem neuen Hightech-Wohnblock an der Unterstrasse in St.Gallen.

Kühlschrank mit Kamera und Tablet

Dort lässt sich alles über das Smartphone steuern und im Inneren der Kühlschränke befindet sich eine Kamera. So kann man vom Büro aus abchecken, was an Nahrungsmittel ausgegangen ist und nachgekauft werden muss. «Man hat die volle Kontrolle mit dem Smartphone. Mit Smart-Living hat man sein Zuhause voll im Griff», sagt Thomas Götz, Eigentümer von «You52», gegenüber TVO.

Das grosse Tablet am Kühlschrank ist das aussergewöhnlichste an den Hightech-Wohnungen. Von da aus können nicht nur Rezepte gesucht und Essen bestellt werden – das komplette Leben kann darauf abgespeichert werden. Man kann alle möglichen Apps downloaden oder seinen Kalender drauf laden. Das Ganze funktioniert per Touchscreen und das Smartphone kann mit dem Tablet synchronisiert werden.

Heizungen und Lüftungen per Smartphone regulieren

Auch die Heizung und Lüftung können über das Smartphone reguliert werden. Die Steuerung vom Telefon aus machen zu können ist ganz schön bequem, birgt aber auch Risiken. Bezüglich der Thematik «Internet of Things» wird immer wieder das Abspeichern von grossen Datenmengen kritisiert und was Hacker alles damit anstellen könnten.

Im Internet der Dinge werden Objekte der realen Welt mit dem Internet verknüpft und werden so selbst zu Teilnehmern. Dazu werden die Computer in diverse Gegenstände eingebettet. Das Internet der Dinge bildet ein Netzwerk, bei dem Gegenstände von selbst zusammenarbeiten. Der Mensch darf sich zurücklehnen und profitieren.

«Das ist die Zukunft»

Noch arbeiten die Wohnungen von Götz nicht mit der Technik von «Internet of Things». Das grösste Risiko für Hightech-Wohnungen sieht Thomas Götz bei Stromausfällen: «Gibt es einen Stromausfall, wird sofort einen Alarm ausgelöst und innert Kürze reagiert.» Götz ist überzeugt, dass seine Wohnungen die Zukunft sind. Zwanzig von 54 Wohnungen sind bereits vermietet. Beobachtet man die Entwicklung rund um das 5G-Netz, welches eine Grundlage für autonome Technik ist, könnte Götz recht haben.

(nm)


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