Spaziergänger findet Schädel eines 32-Jährigen

Vor seinem Tod lebte der Türke im Asylzentrum Sonnenberg in Vilters. (Archivbild)
Vor seinem Tod lebte der Türke im Asylzentrum Sonnenberg in Vilters. (Archivbild) © Keystone/Gian Ehrenzeller
Grausiger Fund oberhalb von Vilters: Ein Mann ist beim Spazieren auf den Schädel eines 32-Jährigen gestossen. Beim Toten handelt es sich um den Asylsuchenden E. A. aus der Türkei. Seit August fehlte von ihm jede Spur. Die Todesursache ist unklar.

Der Spaziergänger stiess am Sonntag, 31. März, auf den Schädel und weitere Knochenteile. Er informierte die Polizei. Inzwischen ist klar: Das Skelett gehört dem 32-jährigen Asylsuchenden E. A.* aus der Türkei, der im «Sonnenberg» in Vilters untergebracht war. Florian Schneider, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, bestätigt eine entsprechende Meldung von 20 Minuten.

Nach Vermisstem gefahndet

E. A. war der Polizei im August 2018 als vermisst gemeldet worden. «Damals lag der letzte Kontakt mit dem Mann bereits zehn Tage zurück», sagt Schneider. Die Polizei habe den Vermissten zur Fahndung ausgeschrieben und verschiedene Abklärungen gemacht. «Es sah danach aus, als wäre er untergetaucht. Wir hatten keinerlei Hinweise auf ein unnatürliches Verschwinden.»

Wird der Fall je aufgeklärt?

Nach dem heutigen Stand gehen das Institut für Rechtsmedizin und die Kantonspolizei St.Gallen nicht von einem Delikt aus. «Die genaue Todesursache – sofern sich diese noch herausfinden lässt – ist noch unklar», sagt Polizeisprecher Schneider. Nach einer so langen Zeit sei es schwierig, aufgrund der Knochenteile auf die Umstände zu schliessen. Die Leiche sei wohl so lange unbemerkt geblieben, da sie in sehr unwegsamem Gelände gelegen habe. «Das Alpinkader musste sich zur Fundstelle abseilen.»

Laut 20 Minuten geht im Asylzentrum Sonnenberg in Vilters das Gerücht um, dass der 32-Jährige geköpft worden sei. Schneider: «Es sind diverse Gerüchte im Umlauf. Diese können wir alle nicht bestätigen.»

*Name der Redaktion bekannt

(lag)


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