St.Gallens lustloser Auftritt bestraft

St. Gallens Lukas Goertler, links, spielt um den Ball mit Zürichs Levan Kharabadze, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zürich und dem FC St. Gallen im Letzigrund in Zürich.
St. Gallens Lukas Goertler, links, spielt um den Ball mit Zürichs Levan Kharabadze, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zürich und dem FC St. Gallen im Letzigrund in Zürich. © KEYSTONE/Ennio Leanza
Bei der 2:1 Niederlage in Zürich werden müde St.Galler für ihren lustlosen Auftritt bestraft. Die Espen konnten nicht an die Leistung des YB-Spiels anknüpfen. Hier die Spielernoten.


Tor:

Dejan Stojanovic: 4.0
Bei den Gegentoren chancenlos. Wirkt bei seinen Ausflügen nicht immer sehr stilsicher und hat Glück, dass sie in diesem Spiel folgenlos blieben.
Verteidigung

Miro Muheim: 2.5
War bis zu seiner zweiten gelben Karte ein sicherer Wert und hielt seine Abwehrseite zum grössten Teil sauber. Wer aber bereits mit gelb vorbelastet ist, begeht kein derart unüberlegtes taktisches Foul.

Leonidas Stergiou: 3.0
Die Kritik nach dem YB-Spiel scheint leider gewirkt zu haben. Gewillt, aber ohne letzte Konsequenz. War besonders im ersten Durchgang verunsichert, in der zweiten Halbzeit dann verbessert.

Yannis Letard: 2.5
Bis anhin immer ein sicherer Wert, am heutigen Abend aber eine Enttäuschung. Wirkte fahrig, unkonzentriert und war oft einen Schritt zu spät. Seine Auswechslung war eine Erlösung.

Silvan Hefti: 3.5
Fand in der ersten Halbzeit keinen Bezug zur Partie, nach dem Seitenwechsel dann verbessert. Vom Captain darf mehr erwartet werden.

Vincent Rüfli: 4.0
Wurde nach dem Ausschluss von Muheim ins kalte Wasser geworfen, fand aber sofort Anschluss und hielt seine Seite sauber.

Mittelfeld

Jordi Quintillà: 4.5
Reüssierte erneut nach einer Standardsituation und ist in diesem Spiel einer der wenigen, die eine genügende Note verdient haben.

Victor Ruiz: 4.0
Kämpferisch eine Top-Leistung, jedoch wenig Bindung zum Spiel. Guter Zug zum Tor, noch zu ungenau im Abschluss.

Lukas Görtler: 3.0
Einer der Schwachpunkte im St.Galler Kollektiv. Viele Stockfehler und ein ungenügendes Passspiel – da besteht noch viel Luft nach oben.

Dereck Kutesa: 4.0
Gewillt, aber unglücklich in seinem Wirken. Überforderte mit seinem temporeichen Antritt die Zürcher Hintermannschaft, ist in seinen Aktionen aber nach wie vor zu eigensinnig.

Moreno Costanzo: –
Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

Sturm

Cedric Itten: 3.5
Sah kaum verwertbare Bälle. Wäre in der Schlussphase beinahe noch Matchwinner geworden, fand seinen Meister jedoch im glänzend agierenden Brecher.

Boris Babic: 3.0
Sein Höhenflug nach dem YB-Spiel wurde abrupt gestoppt. War kaum wiederzuerkennen und verlor ungewöhnlich viele Zweikämpfe.

Angelo Campos: –
Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

FM-1 Teamdurchschnitt: 3.5

Fazit: Die Achterbahnfahrt des FC St.Gallen geht auch in der Saison 2019/2020 weiter. Nach guten Leistungen folgt der Einbruch. Besonders in der ersten Halbzeit fand die Partie praktisch ohne St.Galler Beteiligung statt. Erstaunlich ist, dass die Espen nun schon seit 450 Minuten auf ein Tor aus dem Spiel heraus warten. Auch wenn die Standards besser genutzt werden als auch schon, ist dies ein eklatanter Schwachpunkt. Am kommenden Wochenende muss nun im Cup ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt werden.

(Autor: Reto Latzer)


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