«Burglind» richtet hunderte Schäden an

Es dauert noch eine Weile, bis «Burglinds» Schäden aufgeräumt sind.
Es dauert noch eine Weile, bis «Burglinds» Schäden aufgeräumt sind. © Keystone/Georgios Kefalas
Stürmischer Start ins Jahr 2018: Am Mittwoch fegte Orkan «Burglind» mit Böenspitzen von bis zu 200 Stundenkilometern über die Schweiz. Alleine im FM1-Land gab es hunderte Schadensmeldungen. Niemand wurde verletzt. Die wichtigsten Geschehnisse in der Übersicht.

Vorboten des Sturms machten sich bereits in der Nacht bemerkbar. Auf dem Säntis wurden gegen 4 Uhr Böen von bis zu 146 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Laufe des Vormittags wütete «Burglind» noch stärker. Laut der «MeteoGroup» betrug die Windstärke auf dem Kronberg 200 km/h, auf dem Hohen Kasten 191 km/h, in Wasserauen 141 km/h und in Jona 133 km/h. In Wädenswil im Kanton Zürich wurde mit 150 Stundenkilometern ein Rekord geknackt. Der Wintersturm sei «stark, aber nicht extrem» gewesen, so die Einschätzung des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie.

Schneesportler unverletzt gerettet

Am Flughafen Zürich sorgte «Burglind» für Ausfälle, Verspätungen und Umleitungen. Am Nachmittag stürzten Bäume auf die Tragseile der Pizolbahn. Die Winde waren so stark, dass die Passagiere aus den Gondeln geholt werden mussten. Den Einsatzkräften gelang es nach einer komplizierten Rettungsaktion, die drei Personen unverletzt zu bergen.

Fast 300 Einsätze in St.Gallen und Thurgau

Insgesamt verzeichnete die Kantonspolizei St.Gallen innerhalb von vier Stunden 190 Einsätze wegen des Sturmtiefs – die meisten Fälle betrafen umgestürzte Bäume, die Strassen blockierten oder Fahrzeuge beschädigten. Durch die Kraft von «Burglind» wurden ausserdem Schornsteine und Antennen umgeknickt.

Bei der Thurgauer Notrufzentrale gingen 100 Schadensmeldungen ein, bei zwei Dritteln der Einsätze handelte es sich um umgestürzte Bäume und herunterfallende Äste. Weiter wurden Ziegel von den Dächern geweht und andere Gegenstände durch die Luft gewirbelt, dabei wurden auch Autos beschädigt.

Mehrere Stromausfälle

Der Sturm führte im Versorgungsgebiet der St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) zu mehreren Stromausfällen, wie das Unternehmen am Abend mitteilte. Starke Sturmböen sorgten im Verlauf des Vormittags für Schäden an Freileitungen und so für Stromunterbrüche in den Regionen Appenzellerland, Toggenburg und im Linthgebiet. Dank eines raschen Einsatzes des SAK Pikett-Teams sei die Versorgung aller betroffenen Haushalte zeitnah wiederhergestellt worden.

Am späten Mittwochnachmittag liessen die Winde im FM1-Land nach. Während der kommenden Tage halten die Niederschläge an, es weht weiterhin stark.

(red.)

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