Diese Schäden richtete «Vaia» im FM1-Land an

Im Hemberg blockieren Bäume die Strasse nach Krummenau.
Im Hemberg blockieren Bäume die Strasse nach Krummenau. © Beat Kälin
In der Nacht auf Dienstag ist Sturmtief «Vaia» von Süden nach Norden über die Schweiz gezogen. Im Toggenburg blockierten Bäume die Strasse nach Krummenau ausserdem war der Strom ausgefallen. In Wangs ist ein Kanal über das Ufer getreten.

«Die Feuerwehr musste in der vergangenen Nacht 16 Mal ausrücken, dies hauptsächlich wegen umgeknickten Bäumen», sagt Florian Schneider von der Kantonspolizei St.Gallen. In Flawil musste die Feuerwehr ausrücken, um ein Dachfenster wieder zu montieren, das weggeblasen wurde. Zwei Wassereinsätze habe es in Buchs und Wangs gegeben: «In Wangs ist ein Kanal über das Ufer getreten.»

An mehreren Orten im FM1-Land ist der Strom ausgefallen. Betroffen waren Gebiete im Rheintal, dem Toggenburg und dem Appenzellerland. Laut Auskunft der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG waren Bäume auf die Stromleitungen gefallen. Bis 9 Uhr hatten alle wieder Strom.

Einige Einsätze liefen am Morgen noch. Zum Beispiel im: «Im Hemberg sind Bäume auf die Strasse gefallen», sagt Schneider. Deshalb war die Strecke Richtung Krummenau zwischenzeitlich gesperrt. Auch im Appenzellerland waren die Feuerwehren während des Dienstages im Einsatz um Sturmschäden zu beseitigen. Today-Reporter schickten uns Bilder vom Schweizer Küchenbauer Elbau in Bühler. Dort wurde ein Teil des Daches durch den Wind weggeblasen. Ausserdem erhielten wir ein Foto eines umgekippten Wohnwagens auf dem Campingplatz Eischen bei Appenzell.

Das Dach der Firma Elbau in Bühler wurde teils weggeblasen (Bild: Todayreporter)

Das Dach der Firma Elbau in Bühler wurde teils weggeblasen (Bild: Todayreporter)

Über Verletzte war bis am frühen Morgen nichts bekannt und auch Sachschäden wurden noch keine gemeldet. «Die Polizei war die ganze Nacht unterwegs und hat Äste oder Bauabschrankungen von der Strasse geräumt.» Speziell gross war der Einsatz gemäss Florian Schneider aber nicht. Solche Unwetter mit diesem Ausmass gäbe es im Herbst häufig.

Im restlichen FM1-Land war es eher ruhig

Auch die Kantontspolizei Appenzell Ausserrhoden meldet viele Einsätze über Nacht. Vor allem um rund 1.30 Uhr seien viele Meldungen eingegangen. Hauptsächlich habe es Sachschäden wegen umgestürzter Bäume oder Abschrankungen gegeben.

Im Glarnerland gab es zwar starke Windböen, ausrücken musste die Polizei aber nicht, heisst es auf Anfrage. Einzig ein paar Äste habe es auf die Strasse gewindet und zum Teil sei etwas mehr Laub auf dem Pannenstreife auf der Autobahn gelegen.

Im Thurgau habe ein umgeknickter Baum eine Strasse in Mettlen kurz blockiert, dieser sei aber mittlerweile weggeräumt. Einige Bauabschrankungen wurden «verluftet», sonst bliebt es aber ruhig.

In Graubünden war es mehrheitlich ruhig. Einzig die Berninalinie der Rhätischen Bahn ist unterbrochen. Zwischen St. Moritz und Poschiavo verkehren auch keine Ersatzbusse. Wie lange der Unterbruch dauert, ist noch unklar. Auch die Linie Buchs – Innsbruck ist unterbrochen. Es muss mit Verspätungen und Ausfällen gerechnet werden.

Windböen von bis zu 213 km/h

Auch in den Alpentälern pfiff der Wind gehörig, wie SRF Meteo mitteilte. Auf den Bergen wurden auf dem Gütsch ob Andermatt UR 213 Kilometer pro Stunde und auf dem Piz Martegnas GR Tempo 181 registriert.

Am Dienstag bewegt sich «Vaia» nun von Deutschland weiter bis zur Nordsee. Die Behörden hatten aus Sicherheitsgründen bereits am Montag von Wanderungen und anderen Outdooraktivitäten abgeraten.

In der Schweiz bleibt es windig. Im Süden und in den Alpen lässt der Wind laut SRF Meteo zwar nach. Dafür weht im Norden starker Südwestwind mit Windböen von Tempo 60 bis 90, an exponierten Lagen sind auch bis zu 100 Kilometer pro Stunde möglich.

Strassen wegen Lawinengefahr gesperrt

Im Tessin, Wallis und Graubünden hatte das Tief «Vaia» am Montag teils für heftige Niederschläge gesorgt. In vom Dauerregen betroffenen Gebieten wurden mehrere Strassen wegen Lawinen- oder Steinschlaggefahr gesperrt. Alleine die Bündner Polizei rückte seit dem Wochenende mehrere Dutzend Mal zu Verkehrsunfällen aus.

Der Wintereinbruch forderte auch die Schneeräumungsequipen stark. Sie hatten alle Hände voll zu tun auch mit dem Wegräumen der vielen auf die Strassen gefallenen Äste und der umgestürzten Bäume. Zahlreiche Alpenpässe wurden ab Montagmittag für die Winterpause geschlossen. Auch auf der Schiene kam es zu Behinderungen.

(abl/SDA)


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