Immer mehr Professorinnen an der Uni Zürich

Doppelt so hoch wie vor zehn Jahren, aber immer noch zu tief: Der Frauenanteil bei den ordentlichen Professuren an Uni Zürich beträgt 21 Prozent.
Doppelt so hoch wie vor zehn Jahren, aber immer noch zu tief: Der Frauenanteil bei den ordentlichen Professuren an Uni Zürich beträgt 21 Prozent. © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Der Anteil Frauen bei den ordentlichen Professuren an der Universität Zürich (UZH) hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Mit 21 Prozent sind Frauen auf dieser Lehrstufe aber nach wie vor stark untervertreten.

Mit 24 Prozent etwas höher ist der Frauenanteil an allen Professuren, ausserordentliche Professuren und Assistenzprofessuren mitgerechnet, wie dem am Dienstag publizierten Gleichstellungsmonitoring der UZH zu entnehmen ist. Ende 2018 waren 165 der insgesamt 676 Professuren von Frauen besetzt.

Die Schere zwischen Frauen und Männern öffnet sich nach dem Doktorat. Bei den Uni-Abschlüssen haben die Frauen mit 59 Prozent die Nase klar vorne und auch bei den Doktoraten stellen sie mit 55 Prozent noch die Mehrheit. Danach aber sinkt der Frauenanteil rapide auf noch 37 Prozent bei den Assistenzprofessuren und den genannten 21 Prozent bei den ordentlichen Professuren.

Die gute Nachricht sei, es gehe voran mit der Gleichstellung an der Uni Zürich, heisst es im Monitoring. Das Ziel sei aber klar, «eine Ausgewogenheit der Geschlechter zu erreichen», wird Christiane Löwe, Leiterin der Abteilung Gleichstellung und Diversität und Mitglied der Gleichstellungskommission der UZH, im Monitoringbericht zitiert.

Löwe sieht einen Grund für das bestehende Geschlechterungleichgewicht in unbewussten Vorurteilen Frauen gegenüber, den sogenannten «unconscious biases». Die Gleichstellungskommission arbeite daran, Strukturen zu schaffen, um solche Mechanismen auszuhebeln. So werde in Berufungsprozessen darauf geachtet, ein faires Verfahren sicherzustellen.

Die Veröffentlichung des Gleichstellungsmonitorings in der Woche des Frauenstreiktages passe zwar zur Thematik, schreibt die UZH. Der Zeitpunkt sei aber reiner Zufall.

(SDA)


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