Vier weitere Acts fürs OpenAir St.Gallen

Manchmal ist ein Dach am Openair gar nicht so verkehrt: die St.Galler Sternenbühne
Manchmal ist ein Dach am Openair gar nicht so verkehrt: die St.Galler Sternenbühne © © Peer Füglistaller / TAGBLATT
Verträumte Melodien von den Parcels, Brasspop-Randale von Queerbeat, Deutschrap von Dendemann und Electropop von Metrology. Diese vier Bands ergänzen das Lineup des OpenAir St.Gallen

Das OpenAir St.Gallen bietet auch abseits der grossen Sitterbühne einiges an Qualität. Die vermeintlich «kleineren »Bands bieten immer wieder feinste Klänge aus verschiedensten Genres – gerne auch abseits des Mainstreams. Und ab und zu sind dort sogar zukünftige Superstars in recht persönlichem Rahmen zu sehen. Von den vier neu angekündigten Acts ist Dendemann hierzulande sicher der bekannteste. Der deutsche Wortakrobat hat mit «da nich für!» Ende Januar ein neues Album gedroppt. Er ist schon lange im Geschäft und erregte auch durch seine Auftritte im Neo Magazin Royal von Jan Böhmermann Aufmerksamkeit.

Ein bisschen wie schwimmen fühlt sich dagegen die Musik von Metronomy an. Vielleicht nicht im Wasser, sondern in einem Becken, dass bis zum Rand mit bunten Marshmallows gefüllt ist. Die britische Indiepop Gruppe gibt es bereits seit 1999 und seither weiss sie mit einem hypnotischen Mix aus Disco, Funk und Pop zu überzeugen.

Queerbeat bringt den Kölner Karneval nach St.Gallen. Quer klingt da aber gar nichts – zu gut aufeinander abgestimmt sind die vielen Blasinstrumente. Nur an den kölschen Dialekt muss man sich gewöhnen. Macht aber echt Laune! Gestartet als Schülerband haben Queerbeat inzwischen den Durchbruch geschafft 2017 und 2018 mehr als 180 Auftritte gespielt, bald auch einen im Sittertobel.

Parcels, klingt ein bisschen wie die Schlangensprache Parsel bei Harry Potter. Und tatsächlich schlängeln sich die Basslines der australischen Band elegant durch die Tracks, die sie selbst als «eine bunte Disco-Party auf ACID» beschreiben. Die Musik von Parcels erinnert an den Daft-Punkt-Überhit «Get Lucky» mit Pharell Williams. Und auch den grossen Meistern von Daft Punk scheint die Musik der in Berlin lebenden Band zu gefallen: 2017 produzierten sie gemeinsam den Song «overnight ».

Gut möglich, dass die Sternenbühne auch dieses Jahr für das eine oder andere semi-geheime Highlight sorgen wird. Zusammen mit den Headlinern auf der grossen Bühne wie den Ärzten oder Florence & The Machine oder den Rappern K.I.Z. nimmt das Lineup Gestalt an. Demnächst dürfen auch noch die letzten Bestandteile des diesjährigen Lineups folgen.

(thc)


Newsletter abonnieren
2Kommentare
noch 500 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel