Was tun bei Heuschnupfen?

Die Pollenzeit geht für die Allergiker wieder los.
Die Pollenzeit geht für die Allergiker wieder los. © iStock
Die meisten freuen sich nach dem kalten Winter, dass der Frühling in den Startlöchern steht. Doch für die Allergiker kann diese Zeit mühsam sein. Die ersten sind jetzt schon betroffen: Die Pollenzeit dauert bis Oktober.

Die Grippezeit ist gerade erst vorbei, schon steht der Heuschnupfen parat. Die Augen jucken und brennen, die Nase läuft und das Atmen fällt schwerer. Hasel und Erle sind die ersten Vertreter der Pollenzeit.

Sie blühen bereits ab Januar bis in den April. Nicht alle Allergiker reagieren durchgehend auf alle Pollen, meist richtet sich die Allergie gegen bestimmte Pollen.

Doch glücklicherweise gibt es – nebst anitallergischen Medikamenten – einige Tipps und Hausmittel, um den Heuschnupfen etwas zu lindern. Bereits bevor es richtig akut wird, kann man der Allergie vorbeugen.

Augentrost

Das Kraut hilft wunderbar, wenn die Augen während des Heuschnupfens gereizt sind. Man nimmt zwei Teelöffel des getrockneten Krautes und gibt sie in zwei bis vier Deziliter Wasser. Fünf Minuten aufkochen und man hat eine reizlindernde Lösung, die man verschieden anwenden kann.

Als Spülung: Abgekühlt kann man den Aufguss aus einer zweckentfremdeten Nasendusche über die Augenlider und in die offenen Augen laufen lassen. So werden Pollen entfernt und das Auge beruhigt. Zur Reinigung: Ein fusselfreies Tuch tränken und die Augenlider sowie die Nase abwischen. Ebenso kann ein Tuch oder eine Gaze getränkt und die Kompressen für fünf bis zehn Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt werden.

Das Kraut Augentrost lindert den Reiz in den Augen. (Bild: iStock)

Dampfbad

Da die Schleimhäute gereizt sind, hilft ihnen Wasserdampf. Sie werden befeuchtet und die Reinigung, Durchblutung und die Linderung von Reizen wird begünstigt. Der Wasserdampf kann pur oder mit Tee, Salz oder ätherischem Öl inhaliert werden. Dabei empfiehlt sich Dill- oder Fenchelöl. Das Wasser sollte nicht zu heiss sein.

Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute. (Bild: iStock)

Haare und Gesicht waschen

Die Pollen setzen sich in den Haaren fest und sammeln sich auf der Haut. Deswegen hilft es, sich das Gesicht mehrmals am Tag abzuwaschen und die Haare und Hände häufiger als sonst zu waschen. Vor allem vor dem Schlafen gehen empfiehlt es sich, die Pollen abzuspülen, um besser schlafen zu können. Auch eine Nasendusche mit Salzwasser hilft. Sie reinigt und beruhigt die Schleimhäute.

Während der Pollenzeit sollten Allergiker das Gesicht mehrmals am Tag waschen. (Bild: iStock)

Richtig lüften

Die Wohnung lüften kann für Heuschnupfenbetroffene alles noch schlimmer machen. Deswegen sollten Allergiker darauf achten, die Zeit so zu wählen, dass draussen möglichst wenig Pollenflug herrscht. Wer in der Stadt wohnt, sollte zwischen sechs und acht Uhr morgens lüften, jene auf dem Land zwischen acht und zwölf Uhr abends. Ein pollenstaubarmes Schlafzimmer ist die beste Hilfe. Ein Ventilator zur Kühlung ist kontraproduktiv, da die Pollen dadurch ständig aufgewirbelt werden. Auch Pollenschutzgitter für Fenster helfen dabei, die Pollen draussen zu halten.

Es ist wichtig, zu lüften, wenn der Pollenflug gering ist. Bild: iStock

Kleider wechseln

Auch in den Kleidern setzen sich die Pollen fest. Deswegen solltest du die Kleidung regelmässig wechseln. Ausserdem sollte die getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer abgelegt werden, da durch das Umziehen die Pollen im Zimmer landen. Am besten alles im Badezimmer lassen.

In der Pollenzeit sollte man sich nicht im Schlafzimmer umziehen. Bild:iStock

Es gibt natürlich noch viel mehr Tipps und Heilmittel, um die Allergie etwas zu lindern. Auch pharmazeutische Mittel können bei starken Allergien helfen.

(red.)

 

 


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