«Wenn wir frech sind, können wir sie schlagen»

Granit Xhaka und seine Teamkollegen wollen mit einem frechen Auftritt im Halbfinal der Nations League Gastgeber Portugal ärgern
Granit Xhaka und seine Teamkollegen wollen mit einem frechen Auftritt im Halbfinal der Nations League Gastgeber Portugal ärgern © KEYSTONE/AP UEFA/LUKAS SCHULZE
Gegen Portugal kann die Schweizer Nationalmannschaft am Mittwoch in Porto im Halbfinal der Nations League beweisen, welche Fortschritte sie in den letzten eineinhalb Jahren gemacht hat.

Die letzten zwei Vergleiche der beiden Teams in der Qualifikation für die WM 2018 endeten jeweils mit einem 2:0-Sieg für das Heimteam. Portugal qualifizierte sich damit direkt für Russland, die Schweiz musste einen Umweg über die Barrage gegen Nordirland nehmen. «Wir haben gezeigt, dass wir sie schlagen können, wenn wir frech sind und unser Spiel machen», sagte Granit Xhaka. Dies sei im Rückspiel dann nicht mehr der Fall gewesen, sie hätten ängstlich gespielt und sich zu wenig zugetraut.

Wie bei der Niederlage im Oktober 2017 in Lissabon ist auch am Mittwoch in Porto Cristiano Ronaldo wieder mit dabei. «Er ist die Kirsche auf der Torte», sagte Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Portugal sei aber nicht abhängig von einzelnen Spielern, Trainer Fernando Santos habe über die Jahre sehr gute Arbeit geleistet. «Wir haben allen Respekt vor Portugal», so Petkovic. «Aber wir sind nicht nur gekommen, um mitzuspielen, sondern um zu gewinnen.»

Mit dem gleichen Ziel tritt auch Portugal zum erstmals ausgetragenen Final Four an. «Ein Titel ist immer schön – egal ob an einer Europameisterschaft oder in der Nations League», sagte Santos. Der Fokus des portugiesischen Trainers gilt ausschliesslich der Partie am Mittwoch: «Die Schweiz wird uns einige Steine in den Weg legen.» Sie habe Belgien geschlagen und sei verdientermassen hier. «Und sie hat uns in der WM-Qualifikation das Leben schwer gemacht.»

Ob das 19-jährige Supertalent João Felix von Benfica Lissabon gegen die SFV-Auswahl zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft kommen wird, liess Santos offen. «Wenn er aber nicht für einen Einsatz bereit wäre, wäre er nicht hier», so Santos. Unter seiner Führung verlor Portugal nur zwei von 39 Pflichtspielen; gegen die Schweiz im September 2016 in Basel und den WM-Achtelfinal 2018 gegen Uruguay.

(SDA)


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