Wer bezahlt am Valentinstag?

Schweizer Männer sind spendabler als viele Europäer.
Schweizer Männer sind spendabler als viele Europäer. © iStock
Eine Kutschenfahrt bei Mondschein mit weissen Schimmeln, ein funkelnder Diamantring oder ein selbst komponiertes Liebeslied auf der Querflöte – nur wenige Verliebte lassen sich für den Valentinstag etwas Spezielles einfallen. Viele geniessen einfach ein Nachtessen zu zweit, wobei es bei der Bezahlung des Essens innerhalb von Europa grosse Unterschiede gibt.

Der Valentinstag rückt näher. Die Frauen werden nervös und die Männer wissen nicht, was sie schenken sollen. Häufig läuft es auf ein gemeinsames Nachtessen hinaus. Dass die Schweizer einander dabei gerne einladen, zeigt eine Analyse des deutsch-britischen Finanztechnologie-Unternehmens SumUp. Dieses hat herausgefunden, dass in der Schweiz nur gerade sieben Prozent der Paare die Rechnung am Valentinstag aufteilen.

Franzosen teilen Rechnung auf

Anonym hat das Unternehmen in ganz Europa am 14. Februar 2018 über 20’000 Transaktionen in Restaurants, Fast-Food-Ketten und Cafés in zwölf Ländern untersucht. Die Auswertung zeigt, dass vor allem die Franzosen die Rechnung am Valentinstag gerne teilen. Jedes vierte französische Paar sagte dem Kellner letztes Jahr: «Wir bezahlen separat.» Dicht gefolgt werden die sparsamen Franzosen von den Briten. 24 Prozent der Briten teilen die Rechnung lieber, als dass jemand alles bezahlt.

 


Die Schweiz liegt mit ihren sieben Prozent im hinteren Feld. Am seltensten getrennt bezahlt wird in Schweden, Finnland und Portugal. Nur gerade ein Prozent der Paare haben vergangenes Jahr ihre Rechnung aufgeteilt. Dies deutet gemäss der Untersuchung darauf hin, dass dort noch das traditionelle Rollenbild gilt, bei dem der Mann das Nachtessen für die Frau bezahlt.

Sexspielzeuge sind beliebte Geschenke

Was die Auswahl der Valentintagsgeschenke betrifft, liegen im mit Herzchen verzierten Päckchen übrigens selten Schmuckstücke. Die Schweizer werden immer erotischer, schreibt KissKiss.ch, ein Online-Shop für Sexspielzeuge. Die Walliser Firma liefert rund um den Valentinstag bis zu 1500 Pakete pro Tag aus. Darunter seien vor allem Sexspielzeuge für Paare. Besonders beliebt seien derzeit vernetzte Artikel wie ein String, den man mit dem Smartphone steuern kann und der einen Vibrator enthält.

Aber auch der SM-Trend, der rund um die Bücher und die Filme «Fifty Shades of Grey» aufkam, halte noch immer an. Die Welt der SM-Spiele sei längst kein Tabu mehr und bringe die Menschen dazu, Neues auszuprobieren. Die meisten Artikel, nach denen gesucht werde, seien Bondageseile, Handschellen, Peitschen und Befestigungssets für das Bett.

Was die Menge der Bestellungen anbelangt, sind es die Genfer, die bei KissKiss.ch am meisten Produkte in den Warenkorb legen. Die Basler hingegen seien die Schweizer Meister des One-Night-Stands und die Zürcher würden am meisten XXL-Kondome bestellen. Dies übrigens in grossen Packungen: Die Zürcher sind es auch, die sich am meisten 100er-Packungen Kondome liefern lassen.

(abl)


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