Wie kann ein Schiri das nicht sehen?

Von Sandro Zulian
Ein verletzter Itten wird vom Feld getragen. Der Übeltäter darf weiterspielen, nicht einmal Freistoss gibt es. Wie schwer Itten verletzt ist, ist noch nicht bekannt.
Ein verletzter Itten wird vom Feld getragen. Der Übeltäter darf weiterspielen, nicht einmal Freistoss gibt es. Wie schwer Itten verletzt ist, ist noch nicht bekannt. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Frust bei den Espen. Nach einer 2:0-Führung spielt der FCSG zum Schluss ein enttäuschendes 2:2 Unentschieden gegen Lugano. In der Kritik steht auch der Schiedsrichter. Er liess ein brutales Foul gegen Cedric Itten ungeahndet und machte auch sonst keine gute Figur.

Wir schreiben die 55. Minute im Super-League-Spiel zwischen dem FC St.Gallen und Lugano im Kybunpark. Itten versucht es nach einer Brust-Abnahme mit einer Direktabnahme. Dabei wird er von einem Lugano-Verteidiger brutal angegangen. Mit voller Wucht trifft die Fussballschuh-Sohle das Knie des St.Galler Stürmers. Cedric Itten hat sich dabei das vordere Kreuzband und das Innenband des rechten Knies gerissen, wie der FCSG am späteren Abend per Twitter bekannt gibt. Er wird mindestens ein halbes Jahr ausfallen.

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Gestrecktes Bein, volle Wucht. Ittens Knie wird entgegen der natürlichen Bewegung weggedroschen. Als er auf der Bahre herausgetragen wird, weint der 21-jährige Stürmer bittere Tränen. In der Wiederholung sieht man klar, dass dieses Einsteigen direkt mit Rot geahndet werden müsste.

Und was macht der Schiedsrichter, der direkt hinter der ganzen Szene her gerannt kommt? Nichts. Das Spiel geht mit einem Eckball weiter, als wäre nichts gewesen.

Übeltäter Fabio Daprelà war bereits für ein früheres Foul verwarnt worden. Mindestens eine gelbe Karte mit anschliessendem Platzverweis hätte die Folge sein müssen.

Lüchinger musste bereits nach wenigen Spielminuten das Feld verletzt verlassen. Er hat sich nach nach einem Foul das Schlüsselbein gebrochen.

Eine härtere Gangart ist manchmal wünschenswert, Fussball ist kein Ballett. Es ist aber auch die Aufgabe des Schiedsrichters, die Spieler zu schützen. Das ist Tschudi in diesen Spiel überhaupt nicht gelungen. Auch nach dem Foul an Itten war die Gangart sehr rau, was auch am Schiedsrichter lag. Er liess viel zu viel ungeahndet.

(saz)


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