Windisch wird Überraschungs-Weltmeister im Massenstart

Dominik Windisch konsultiert die Windfähnchen, bevor er das Gewehr in den Anschlag nimmt. (Archivaufnahme)
Dominik Windisch konsultiert die Windfähnchen, bevor er das Gewehr in den Anschlag nimmt. (Archivaufnahme) © KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/ANDERS WIKLUND
Der Italiener Dominik Windisch holt zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Östersund überraschend Gold im Massenstart.Der 29-Jährige stiess in einem durch Windböen beeinträchtigten Wettkampf im letzten Schiessen von Position 13 noch an die Spitze vor.

Daran hätte der Italiener, der seinen zweiten Weltcupsieg feierte, wohl selber nicht geglaubt. Denn der Favorit Johannes Thingnes Bö, der vor dem letzten Anschlag geführt hatte, verfehlte zum Schluss alle fünf Scheiben! Der Norweger bekundete Pech mit dem Wind. Auch sein Begleiter Jewgeni Garanitschew aus Russland drehte noch vier Strafrunden.

Die Türe für eine Überraschung stand bei garstigen Verhältnissen weit offen. Windisch nutzte sie, die Schweizer hingegen nicht. Dabei hatten Benjamin Weger (zum Schluss 18.) und Jeremy Finello (23.) nach dem Blankoschiessen im ersten Anschlag noch der Spitzengruppe angehört.

Nebst Windisch stiessen auch der Franzose Antonin Guigonnat und der Österreicher Julian Eberhard auf die Podest-Plätze vor. Johannes Thingnes Bö musste sich mit Platz 13 bescheiden. Der Saisondominator ist zugleich der Sieger und der Verlierer von Östersund. Zwar gewann der 25-Jährige bei den sieben Einsätzen vier Goldmedaillen, drei davon allerdings mit den Staffeln. Als Solist blieb er unter den Erwartungen. Nach Gold im Sprint resultierte in der Verfolgung nur Silber, weil Bö am Schluss patzte. Das Einzel missriet und im Massenstart wurde er als Führender durch kaum beherrschbare Böen vom Podest geblasen.

Die Schweizer Equipe blieb nach einem ansprechenden Start am abschliessenden Wochenende unter den Erwartungen. «Ich fühlte mich wie Flasche leer», sagte Weger nach dem Massenstart. Weder mit der Lauf- noch mit der Schiessleistung könne er beim Massenstart zufrieden sein.

(SDA)


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