Zoll beschlagnahmt Krokodilfleisch

Das Bushmeat war in einem Koffer geschmuggelt worden.
Das Bushmeat war in einem Koffer geschmuggelt worden. © Zollverwaltung Zürich
Am Flughafen Zürich haben Grenzwächter sechs Kilo Fleisch aus Afrika beschlagnahmt. Ein Kameruner hatte versucht, das Fleisch von Krokodilen, Stachelschweinen und Schuppentieren in die Schweiz zu schmuggeln.

Die Grenzwächter haben am Flughafen Zürich einen in der Schweiz wohnhaften 43-jährigen Kameruner kontrolliert. Er war von Kamerun über Brüssel eingereist. In seinem Gepäck haben sie sechs Kilogramm Bushmeat gefunden, das in braunem Packpapier eingewickelt war. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um Fleisch von Krokodilen, Stachelschweinen und Schuppentieren, teilt die eidgenössische Zollverwaltung mit.

«Solche Beschlagnahmungen sind zurzeit eher selten», sagt Michael Steiner, Sprecher der Eidgenössischen Zollverwaltung, zu FM1Today. In den Jahren 2013 und 2014 hatte es eine Häufung solcher Beschlagnahmungen gegeben. Doch seit die Swiss weniger afrikanische Destinationen direkt anfliege, sei der Schmuggel von Bushmeat zurückgegangen, sagt Steiner.

Das Buschfleisch war in braunes Packpapier eingewickelt.

Das Fleisch war in Papier eingewickelt. (Bild: Zollverwaltung Zürich)

«Das Fleisch sieht für uns nicht nur unappetitlich aus, es stinkt auch bestialisch», sagt Steiner. Wer das Fleisch von wildlebenden Tieren in die Schweiz einführt, verstösst sowohl gegen seuchenpolizeiliche Vorschriften als auch gegen Artenschutzbestimmungen.

Das Bushmeat wurde den Grenzkontrollbehörden des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen übergeben und anschliessend vernichtet. Der Mann muss mit einem Strafverfahren wegen Verstosses gegen Artenschutzbestimmungen rechnen.

(agm)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 500 Zeichen